Grausige Bluttat auf einem Campus in den USA: Ein Student hat an der Universität von Virginia einer Kommilitonin mit einem Küchenmesser den Kopf abgeschnitten.

Fast zwei Jahre nach dem Massaker an der technischen Universität von Virginia ist die Universität wieder Schauplatz eines grausamen Verbrechens geworden. Ein Student hat einer Kommilitonin mit einem Küchenmesser den Kopf abgeschnitten.

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Angriff ohne Vorwarnung: Zhu Haiyang (links) und Xin Yang waren beim Kaffeetrinken, als der 25-Jährige auf die Studentin mit einem Küchenmesser losging. (© Foto: AP)

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Nach Medienberichten stammten der 25-jährige Täter Zhu Haiyang und sein 22 Jahre altes Opfer Xin Yang aus China und kannten sich; wie gut, blieb allerdings zunächst unklar. Auch über das Motiv herrschte Stunden nach der Attacke noch Rätselraten.

Den Berichten der Augenzeugen zufolge ging der 25-jährige Zhu Haiyang mit einem Küchenmesser auf seine Kommilitonin los. Dem Angriff sei kein Streit vorausgegangen.

Die beiden Studenten hatten am Mittwochabend in einem Schnellrestaurant auf dem Campus in Blacksburg Kaffee getrunken, als der Landwirtschaftsstudent die junge Frau plötzlich angriff, teilte Uni-Polizeichef Wendell Flinchum am Donnerstag (Ortszeit) vor Journalisten mit.

Sieben Augenzeugen, die sich im selben Raum aufhielten, sagten, dass sich die beiden vor der Tat nicht gestritten hätten.

Den Angaben zufolge hackte er mit dem Messer so massiv auf sein Opfer ein, dass die Studentin enthauptet wurde. Bei der Polizei ging kurz nach der Tat am Mittwochabend ein Notruf ein, berichtet die Universitätszeitung The Collegiate Times . Am Tatort fanden die Polizisten den Täter vor, der den Kopf seines Opfers in der Hand hielt.

Zhu studierte bereits seit Herbst an der Uni, Yang war erst vor zwei Wochen aus China gekommen. Dem Polizeichef zufolge hatte sie Zhu bei der Universitätsverwaltung als Kontaktadresse bei Notfällen angegeben. Der 25-Jährige sitzt nun in Untersuchungshaft und muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten. Wie es hieß, war er bei seiner Festnahme kurz nach der Attacke mit Blut beschmiert - und sagte kein Wort.

Der Sprecher der Virginia Tech, Mark Owczarski, sprach von einem "grauenhaften und tragischen Fall" angesichts der Tatsache, dass die Schule schon genügend "Leid und Horror" erlebt habe.

Die Virginia Tech hatte im April 2007 traurige Berühmtheit erlangt: Damals lief ein psychisch kranker Student Amok. Er erschoss 32 Studenten und Lehrkräfte, anschließend tötete er sich selbst. Mindestens 30 weitere Studenten und Lehrkräfte erlitten schwere Verletzungen.

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(AFP/dpa/segi/hai)