Mord an Passauer Studentin Verdächtiger stellt sich in Spanien

Einen Tag nach der Ausstrahlung der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" zum Fall einer in Passau getöteten Studentin hat sich einer der beiden Verdächtigen gestellt.

Der 29-Jährige sei am Freitag in das deutsche Konsulat in Bilbao gekommen und von der spanischen Polizei festgenommen worden, teilten Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei in Passau mit.

Mord an Passauer Studentin

Der Tatverdächtige Andreas S. stellte sich in Bilbao. Das Foto entstand, als er Geld vom Konto des Opfers abhob.

(Foto: Foto: LKA/ddp)

Die spanische Polizei fahndet nun in Bilbao nach dem zweiten mutmaßlichen Mörder, den 19 Jahre alten Freund des Gefassten.

Nach der Behandlung des Falls in "Aktenzeichen XY" hatten die Fahnder am Donnerstagabend 23 Hinweise von TV-Zuschauern erhalten. Nach bisherigen Ermittlungen hatten die zwei Männer die 21 Jahre alte Studentin im Februar mit 27 Messerstichen umgebracht.

Opfer und Tatverdächtige stammen aus Niedersachsen. Wenige Tage nach der Bluttat waren die Männer auf dem Weg nach Paris einem Mitarbeiter der französischen Bahn aufgefallen. Danach hatte sich ihre Spur verloren.

Nach der "XY"-Sendung bekam die Polizei auch zahlreiche Hinweise zu dem zweiten behandelten Verbrechen. Zum Fall einer im Brauneckgebiet beim oberbayerischen Lenggries vergewaltigten 67- Jährigen riefen etwa 40 Zuschauer an, weil sie den Täter auf dem Phantombild erkannt haben wollen.