Nach dem Mord an einem 47-jährigen Mitglied des Motorradclubs Hells Angels stehen die Tatverdächtigen vor dem Münsteraner Landgericht - die beiden Männer gehören zu den verfeindeten "Bandidos".

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat am Montag in Münster der Mordprozess gegen zwei Mitglieder des Motorradclubs Bandidos begonnen.

Prozess Bandidos; Hells Angels; ddp

Zu dem Prozess im Landgericht Münster sind zahlreiche Mitglieder des Motorradclubs Hells Angels angereist. (© Foto: ddp)

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Den beiden 36 und 48 Jahre alten Männern wird vorgeworfen, ein Mitglied der verfeindeten Rockerbande Hells Angels am helllichten Tag getötet zu haben.

Sie sollen den 47-jährigen Motorradhändler im Mai dieses Jahres in seinem Geschäft im münsterländischen Ibbenbüren erschossen haben. Zum Prozessauftakt reisten etwa 600 Mitglieder der Motorradclubs an.

Die Polizei sperrte mehrere Straßenzüge rund um das Landgericht ab und führte beide Gruppen über getrennte Eingänge in den Gerichtssaal.

Auf den Besucherplätzen wurden Bandidos und Hells Angels ebenfalls getrennt - zwischen beiden Gruppen saßen Polizeibeamte.

Die beiden Motorradclubs gehören zu den mitgliederstärksten in Deutschland und lieferten sich in der Vergangenheit immer wieder teils blutige Auseinandersetzungen.

Es geht um organisierte Kriminalität, Waffen- und Drogenhandel und darum, wer in welcher Region das Sagen hat.

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(dpa/cag/bica)