Bei schweren Unwettern in Südindien und Pakistan sind am Wochenende bisher rund 300 Menschen ums Leben gekommen. Allein in der südpakistanischen Stadt Karachi gab es rund 230 Tote wegen der heftigen Regenfälle und Gewitter.

Da zahlreiche Fischer noch vermisst werden, dürfte die Opferzahl noch weiter steigen, wie die indischen Behörden mitteilten. Hunderte weitere Menschen wurden durch die Unwetter verletzt.

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In den südindischen Bundesstaaten Andhra Pradesh am Golf von Bengalen und Kerala an der Westküste kamen etwa 50 Menschen ums Leben. In Andhra Pradesh mussten 200.000 Menschen aus niedriger gelegenen Landesteilen in Sicherheit gebracht werden, berichteten Fernsehsender am Samstag.

Tausende Häuser wurden zudem zerstört; mehr als 56.000 Bewohner hätten allein in Südindien kein Dach mehr über dem Kopf. Rettungskräfte begannen damit, dutzende Notunterkünfte zu errichten. Die meisten Todesopfer kamen bei Sturzfluten oder Blitzeinschlägen ums Leben.

Im ganzen Bundesstaat Andhra Pradesh brachen große Teile des öffentlichen Verkehrs zusammen. Hunderte Passagiere saßen in Bussen und Zügen fest, die angesichts der Wassermassen nicht weiterkamen.

21 Passagiere eines Busses konnten dagegen gerade noch gerettet werden, der in dem Fluss Orvakallu festsaß und schon halb vom Wasser überschwemmt war.

Für die nächsten Tage ist keine Besserung in Sicht. Die Wetterdienste rechnen mit weiteren Unwettern. Die Monsun-Saison beginnt im Juni und dauert bis September. In dieser Zeit fallen 80 Prozent der jährlichen Regenfälle in Indien.

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(sueddeutsche.de/AFP/rtr/dpa)