Sie war 67 Jahre alt, als sie Zwillinge bekam. Nun ist die Spanierin gestorben: Die älteste Mutter der Welt litt offenbar an einem Tumor.

Als sie 67 Jahre alt war, hat sie einen neuen Rekord aufgestellt: Noch nie zuvor hat eine Frau in diesem Alter Kinder bekommen: Maria del Carmen Bousada bekam Zwillinge. Das war vor zweienhalb Jahren. In dieser Woche ist die Spanierin 69-jährig gestorben.

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Maria del Carmen Bousada hatte weltweit eine Ethik-Diskussion darüber ausgelöst, wieweit mit medizinischer Hilfe natürliche Grenzen verschoben werden dürfen. Spanische Zeitungen berichteten, kurz nach der Geburt der per künstliche Befruchtung gezeugten Jungen im Dezember 2006 sei bei Bousada ein Tumor diagnostiziert worden.

Ihr Bruder bestätigte den Tod der 69-Jährigen und sagte, weitere Informationen habe er exklusiv an einen Fernsehsender verkauft. Das Geld solle den Kindern zugutekommen. Wer sich nach Bousadas Tod um die Zwillinge kümmert, war zunächst unklar. Die Spanierin hatte einmal gesagt, sie wolle sich einen jüngeren Mann suchen, der ihr bei der Erziehung der Kinder helfen solle.

Als sie sich in einem kalifornischen Krankenhaus der künstlichen Befruchtung unterzog, habe sie bewusst falsche Angaben gemacht, hatte Bousada in einem Interview erklärt. Sie habe angegeben, 55 Jahre alt zu sein - bis zu diesem Alter nimmt die Klinik die Befruchtung vor. Um die 59.000 Dollar teure Behandlung bezahlen zu können habe sie ihr Haus verkauft.

Bedenken wegen ihres Alters hatte die Spanierin zurückgewiesen: Ihre Mutter sei 101 Jahre alt geworden, da habe sie gute Aussichten, ihre Kinder groß zu ziehen und sogar noch Enkel zu erleben. "Ich denke, jede Frau sollte dann Mutter werden, wenn es für sie die richtige Zeit ist", wurde sie damals von der britischen Zeitung News of the World  zitiert.

Die Spanierin hatte den Großteil ihres Lebens zusammen mit ihrer Mutter in Cadiz gelebt und sich nach deren Tod 2005 entschlossen, Kinder zu bekommen. Ihre Pläne hielt sie nach eigenen Angaben zunächst geheim und weihte ihre Familie erst ein, als sie bereits im zweiten zweiten Monat schwanger war.

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(AP/luw/mikö)