Das zweite Flugzeugunglück in Iran binnen zwei Wochen: Eine mit knapp 160 Passagieren besetzte Maschine geriet in Brand - mindestens 16 Menschen kamen ums Leben.

Nur wenige Tage nach dem Absturz einer Tupolew mit 168 Toten ist es in Iran wieder zu einer Flugzeugkatastrophe gekommen: Bei der Landung in Maschad im Nordosten des Landes geriet ein Flugzeug in Brand und kam von der Landebahn ab - mindestens 16 Menschen starben. Weitere 21 wurden laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Irna verletzt.

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Fernsehbilder des zerstörten Flugzeugs: Das Cockpit wurde bei der Notlandung völlig zerfetzt. (© Foto: AFP)

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An Bord der Iljuschin 62M - die wie die Tupolew aus Russland stammt - waren den Angaben zufolge 153 Passagiere. Sie kam aus der 1000 Kilometer entfernten Hauptstadt Teheran.

Die Überlebenden seien in Sicherheit gebracht worden, sagte ein Mitglied der Provinzregierung der Nachrichtenagentur Irna.

Unterschiedliche Aussagen über Zahl der Toten und Verletzten

Über die Opferzahlen gab es unterschiedliche Angaben. Vize-Transportminister Ahmad Madschidi sprach laut der staatlichen Nachrichtenagentur von 17 Toten und mehr als 40 Verletzen. Ein Sprecher der Provinzregierung gab an, mindestens 16 Menschen seien gestorben und mehr als 25 verletzt worden.

Das iranische Fernsehen zeigte Bilder von einem völlig zerfetzten Cockpit. Der übrige Rumpf war kaum beschädigt. Augenzeugen berichteten, dass nach dem Aufsetzen der Maschine Funken sprühten und dann Flammen aus dem Hauptfahrwerk schlugen.

Die Ursache des Unglücks ist bislang unklar. Die Maschine der privaten Fluggesellschaft Aria mit der Flugnummer IRX-1520 war in Teheran gestartet und sollte planmäßig in Mesched landen. Der Flughafen in Mesched wurde nach dem Unglück geschlossen, deshalb konnte ein Untersuchungsteam der Luftfahrtbehörde aus dem 850 Kilometer entfernten Teheran zunächst nicht anreisen. Mesched ist die Hauptstadt der Provinz Chorasan die zweitgrößte Stadt in Iran und liegt im Nordosten des Landes.

Erst am 15. Juli waren beim Absturz eines iranischen Flugzeugs kurz nach dem Start 168 Menschen ums Leben gekommen. Auch diese Maschine stammte aus Russland. Die Tupolew 154 der Caspian Airlines war auf dem Weg nach Eriwan kurz nach dem Start in Teheran abgestürzt. Die Ursache des Absturzes ist noch unklar. Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte eine gründliche Überprüfung des Vorfalls angeordnet.

In den vergangenen Jahren sind bei Flugzeug-Unglücken in Iran Hunderte Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung führt die Probleme in der Luftfahrt auf westliche Sanktionen gegen das islamische Land zurück. Neue Maschinen würden dem Land nicht verkauft, auch bekomme Iran keine Ersatzteile für die alten Flugzeuge, heißt es.

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