In Deutschland und Österreich werden immer mehr Missbrauchsfälle bekannt. Ehemalige Schüler berichten von einer "Terror- und Angstatmosphäre".
Auch in Österreich kommen dieser Tage immer mehr Missbrauchsfälle ans Licht der Öffentlichkeit. Bei den Wiener Sängerknaben soll es nach Angaben der österreichischen Tageszeitung Standard zu sexuellen Übergriffen und Gewalt gegen Chormitglieder gekommen sein. Zwei ehemalige Sänger des weltberühmten Chores berichteten den Angaben des Blattes zufolge von einer "Terror- und Angstatmosphäre", die allen bekannt gewesen sei.
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Immer neue Missbrauchsfälle kommen ans Licht - der Skandal hat inzwischen auch Österreich fest im Griff. (© Foto: ddp)
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Nach Angaben der Zeitung kündigten Verantwortliche des Chores eine Prüfung der betreffenden Akten im Archiv an. Bei den beiden Opfern soll es sich um zwei Deutsche handeln.
Ein heute 33-jähriger Mann aus Berlin, der in den 80er Jahren dem Wiener Knabenchor angehört hatte, habe von Duschritualen unter Anwesenheit der Erzieher berichtet, schreibt das Blatt.
Bei dem zweiten früheren Chormitglied handelt es sich um einen heute 51-Jährigen, der in den 60er Jahren in dem Chor sang und heute ebenfalls in Deutschland lebt.
Indes wurden nach schweren Anschuldigungen drei Patres des Stiftes Kremsmünster bei Linz ihrer Ämter enthoben, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete. Ein 75 Jahre alter Mönch habe eine ihm vorgeworfene Tat mittlerweile zugeben, hieß es in einer Pressekonferenz. Auch in anderen Teilen des Landes meldeten sich weitere mutmaßliche Opfer von Gewalt und sexuellen Übergriffen.
In Deutschland werden ebenfalls immer neue Missbrauchsfälle bekannt. An der privaten Odenwaldschule in Hessen, im Maristenkloster im niedersächsischen Meppen sowie im ehemaligen DDR-Kinderheim Pretzsch (Sachsen-Anhalt) soll es weitere Übergriffe gegeben haben. Die Leipziger Volkszeitung zitierte einen ehemaligen Heimbewohner, der angab, dort im Zeitraum zwischen 1969 und 1979 zusammen mit weiteren Kindern missbraucht worden zu sein. Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau prüft den Fall.
In Baden-Württemberg sind ebenfalls weitere Missbrauchsfälle an kirchlichen Einrichtungen bekanntgeworden. An der evangelischen Internatsschule Schloss Gaienhofen am Bodensee wurden Kinder und Jugendliche in fünf Fällen sexuell missbraucht. Auch bei der katholischen Diözese Rottenburg- Stuttgart sind in den vergangenen Wochen mehrere Hinweise auf Missbrauchs-Fälle eingegangen.
Neue Vorwürfe gibt es auch gegen Erzieher aus der Vorschule der Regensburger Domspatzen: Dort sollen sogar in der jüngeren Vergangenheit Kinder mit fragwürdigen Methoden schikaniert worden sein. Ein heute 19-Jähriger sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass sich noch vor etwa zehn Jahren Internatsschüler, die die Nachtruhe störten, stundenlang barfuß in den dunklen Waschraum stellen mussten. Klosterschwestern hätten den Buben verboten, sich zu setzen oder an die Wand zu lehnen. Auch im Erzbistum Bamberg ist es den neuesten Angaben zufolge zu Übergriffen gekommen.
Erstmals befasst sich Papst Benedikt XVI. an diesem Freitag direkt mit dem Missbrauchsskandal an katholischen Einrichtungen in Deutschland. Benedikt XVI. empfängt den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, der ihm Bericht erstatten soll.
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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/APN/Reuters/dmo)
daoane: Was mich hier nur stört...
Das kann doch jetzt bitte nicht Ihr Ernst sein. Sollen die hinschreiben: "die Wiener Sängerknaben, ein weltlicher Chor..."
Das dürfte ja wohl bekannt sein.
Im übrigen geht der Artikel dann wieder mit allen möglichen anderen Institutionen weiter.
Ich hab allmählich das Gefühl, dass die Wahrnehmung einiger Foristen von Hysterie getrübt ist. Die SZ berichtet über alle, über kirchliche und weltliche Fälle.
Dass gelegentlich ein Schwerpunkt auf Kirche liegt, versteht sich doch von selbst, will dieser Verein uns doch erklären, was gut und richtig ist.
Die Tatsache, dass die Wiener Sängerknaben keine kirchliche oder auch nur der Kirche nahestehende Einrichtung sind (sie sind ein Verein, der z.T. vom österreichischen Staat mitfinanziert wird), wird hier großzügig übergangen.
Stattdessen wird (bewusst oder unbewusst) durch die nahtlose Verknüpfung mit der Entlassung der Kremsmünster Patres eine Verbindung zur Kirche suggeriert - und wenn ich die Kommentare hier anschaue, ist das auch genau so angekommen.
Fairer Journalismus?
"Ehemalige Schüler berichten von einer "Terror- und Angstatmosphäre". "
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Das ist das Prinzip dieser religiösen Sekte. Wenn solche Märchen wie ewige Verdammnis, Hölle, Teufel und ähnlichen Quatsch verbreitet wird, um die Menschen zu erziehen ist das nichts anderes als Psychokrieg und Angstmacherei. Dieser Blödsinn wird dann auch ganz früh in Kinderhirne implantiert und wird so zur selbstverständlichen "Wahrheit". Von diesem perversen Denkgebäude müssen sich die Menschen erst wieder mühsam emanzipieren, aber andere schaffen es nie.
Diese derzeitige angeprangerte körperliche Gewalt ist nur die Fortsetzung der psychischen Manipulation der Implantierung von Schuldkomplexen und Ängsten.
Noch haben die Kirchen in Deutschland Macht und machen es sich immer noch aufgrund der mit den Na*z*is ausgehandelten Gesetze recht gemütlich, doch hoffentlich wird bald eine Zeit kommen, daß der konfessionlose Steurzahler diese Psychosekten nicht mehr protegiert muß und es eine wirkliche Trennung von Staat und Religion in Deutschland kommt.
"Ehemalige Schüler berichten von einer "Terror- und Angstatmosphäre". "
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Das ist das Prinzip dieser religiösen Sekte. Wenn solche Märchen wie ewige Verdammnis, Hölle, Teufel und ähnlichen Quatsch verbreitet wird, um die Menschen zu erziehen ist das nichts anderes als Psychokrieg und Angstmacherei. Dieser Blödsinn wird dann auch ganz früh in Kinderhirne implantiert und wird so zur selbstverständlichen "Wahrheit". Von diesem perversen Denkgebäude müssen sich die Menschen erst wieder mühsam emanzipieren, aber andere schaffen es nie.
Diese derzeitige angeprangerte körperliche Gewalt ist nur die Fortsetzung der psychischen Manipulation der Implantierung von Schuldkomplexen und Ängsten.
Noch haben die Kirchen in Deutschland Macht und machen es sich immer noch aufgrund der mit den Nazis ausgehandelten Gesetze recht gemütlich, doch hoffentlich wird bald eine Zeit kommen, daß der konfessionlose Steurzahler diese Psychosekten nicht mehr protegiert muß und es eine wirkliche Trennung von Staat und Religion in Deutschland kommt.
Zitat:"Indes wurden nach schweren Anschuldigungen drei Patres des Stiftes Kremsmünster bei Linz ihrer Ämter enthoben..."
Wenn das so weitergeht, dann gehen der KK die Mönche und Priester aus.
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