In den Arabischen Emiraten müssen zwei Männer wegen der Vergewaltigung eines jungen Franko-Schweizers ins Gefängnis. Die Mutter des Opfers hält das Urteil für zu mild.

In einem aufsehenerregenden Prozess sind in Dubai zwei Männer wegen der Vergewaltigung eines jungen Franko-Schweizers zu je 15 Jahren Haft verurteilt worden. Ein weiterer Beschuldigter muss sich vor einem Jugendgericht verantworten, da er noch nicht volljährig ist.

Hussein Ali, Véronique Robert, AFP

Véronique Robert, Mutter des Vergewaltigungsopfers, will mit Hilfe ihrer Anwälte (im Bild Hussein Ali) gegen das ihrer Ansicht nach milde Urteil vorgehen. (© Foto: AFP)

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Die Mutter des zur Tatzeit 15-jährigen Opfers zeigte sich unzufrieden mit den aus ihrer Sicht zu geringen Strafen. "Meine Mandantin findet, dass das wenig ist", sagte ihr Anwalt Hussein El Dschasiri der Nachrichtenagentur AFP. Deshalb werde er Berufung gegen das Urteil einlegen. Die Mutter Véronique Robert begründete ihre Kritik gegenüber AFP mit der Tatsache, dass einer der Verurteilten HIV-infiziert sei und davon zur Tatzeit gewusst habe.

Die Staatsanwaltschaft hatte für die zwei Angeklagten die Höchststrafen gefordert, die im Strafrecht der Vereinigten Arabischen Emirate bis zur Todesstrafe reichen kann. Robert hatte nach der Vergewaltigung ihres Sohnes eine Kampagne gestartet, um die Aufnahme des Tatbestandes der homosexuellen Vergewaltigung in das emiratische Strafrecht zu erwirken.

Auf einer Website forderte sie die Öffentlichkeit zur Unterstützung ihres Anliegens auf. Die internationale Berichterstattung über den Fall hatte den Behörden in den Emiraten zu schaffen gemacht.

Roberts Sohn war im Juli mit einem gleichaltrigen Freund aus einem Einkaufszentrum gekommen, als ein Bekannter ihnen vorschlug, bei ihm im Auto mitzufahren. Der Fahrer, der in Begleitung von zwei Männern war, steuerte den Wagen in die Wüste, wo sie den Franko-Schweizer mit einem Messer und einem Billardqueue bedrohten und vergewaltigten. Die Verteidiger hatten argumentiert, der Akt habe im Einvernehmen stattgefunden.

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(AFP/gal/cag)