Millionen-Coup im KaDeWe Die Meisterdiebe von Berlin

Wie im Film: Drei Schmuckdiebe haben die Alarmanlagen des KaDeWe ausgetrickst - und sind offenbar sogar zwei Mal in die Juwelierabteilung eingestiegen.

Ocean's Three im Berliner KaDeWe: Die Schmuckdiebe fühlten sich bei ihrem spektakulären Coup im Berliner Nobelkaufhaus KaDeWe am Wochenende offenbar sehr sicher. Nach Informationen von Morgenpost Online sind sie insgesamt zwei Mal in die Schmuckabteilung des Juweliers Christ im Erdgeschoss des Kaufhauses eingestiegen.

Steine der Begierde: Die Schmuckabteilung des Juweliers Christ im Berliner Kaufhaus KaDeWe.

(Foto: Foto: dpa)

Auf dem Überwachungsvideo tauchen die drei Diebe kurz nach ihrem ersten Beutezug nochmals im Erdgeschoss auf, berichtet das Internetportal unter Berufung auf Polizeikreise. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass die Täter ihre erste Beute auf dem Gebäudevordach zwischenlagerten und dann zurückkehrten, um weitere Vitrinen auszuräumen.

Die Polizei lehnte aufgrund laufender Ermittlungen eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Bislang hat die Polizei offiziell lediglich mitgeteilt, dass man die Tatzeit auf Sonntag, den 25. Januar, 5 Uhr, bis Montag, den 26. Januar, 6 Uhr, eingrenzen könne.

Derzeit werden die Spuren von Spezialisten des Landeskriminalamtes ausgewertet. Ungeklärt ist bisher immer noch, warum kein Alarm ausgelöst wurde. Spekuliert wird, dass die Täter Komplizen hatten, die sich gut auskannten, weil sie früher im Kaufhaus oder bei der zuständigen Sicherheitsfirma gearbeitet hatten. Eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro ist ausgesetzt.

Nach Polizeiangaben waren die Einbrecher über eine Leiter auf das Vordach über einem Seiteneingang des KaDeWe geklettert. Sie stiegen durch ein Fenster im ersten Stock in der Gebäude ein und brachen in der Schmuckabteilung im Erdgeschoss Schränke und Vitrinen der Kette Christ auf. Die Beute soll in die Millionen gehen. Ein Wachmann meldete den Einbruch am vergangenen Montagmorgen.

Die Ermittlungen der Polizei laufen weiter auf Hochtouren. Bisher seien zehn Hinweise von Zeugen eingegangen, sagte Polizeisprecher Bernhard Schodrowski am Mittwoch. Eine heiße Spur zu den Tätern sei aber nicht darunter.