Halluzinogene Größenordnungen: Drogenfahnder in Kalifornien haben Marihuana-Pflanzen im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar beschlagnahmt. Die Aktion läuft weiter.

Die Einsatzkräfte in Kalifornien haben Marihuana-Pflanzen im Wert von umgerechnet rund 700 Millionen Euro konfisziert. Wie der US-Sender CNN am Donnerstag (Ortszeit) berichtete, gingen den Beamten mehr als 80 Verdächtige ins Netz. Die Großaktion von Bundesbehörden und staatlichen Fahndern mit dem Namen "Save Our Sierra" (Rettet unsere Sierra) hatte vor zehn Tagen begonnen.

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Drogen im Wert von Milliarden Dollar: Die US-Regierung sagt Hasch-Anbauern in Kalifornien den Kampf an. (© Foto: dpa)

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Gil Kerlikowske, der Drogenbeauftragte der Regierung Obama, ließ sich am Mittwoch mit markigen Worten zitieren: "Legalisierung gehört nicht zum Vokabular des Präsidenten. Und auch nicht zu meinem", sagte er der Zeitung Fresno Bee. Kerlikowske bezieht sich damit auf die Vorstöße von kalifornischen Städten wie Oakland, mit der Besteuerung von Marihuana Geld in die klammen Kassen zu spülen.

Seit 1996 ist das Rauschmittel in Kalifornien als Medikament legal, nach US-Bundesgesetzen jedoch weiterhin illegal.

Dem illegalen Anbau der Pflanzen in Kalifornien hat die Bundesregierung auf breiter Front den Kampf angesagt. In teilweise abgelegenen Waldgebieten Mittelkaliforniens stießen die Ermittler auf mehr als 330.000 Pflanzen an mehreren Dutzend Stellen. "Die Menge an Drogen hier draußen ist beängstigend", sagte der Beamte Bill Ruzzamenti der Zeitung Fresno Bee.

Die Planungen für die Operation begannen bereits im Februar, die Suche nach weiteren versteckten Anbaufeldern soll bis in den Herbst fortgesetzt werden. Viele der bislang mehr als 80 Verdächtigen sollen Verbindungen zu mexikanischen Drogenkartellen haben.

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(sueddeutsche.de/dpa/grc/cag)