Mit über 225 Stundenkilometern fegte der Sturm über die mexikanische Touristenregion Yucatán hinweg. Strom- und Telefonleitungen wurden gekappt, bei einigen Hotels schwappten die Wellen bis and die Tür.
Mit heulenden Winden und heftigen Regengüssen brach der Hurrikan "Emily" am frühen Montagmorgen (Ortszeit) über die mexikanische Halbinsel Yucatán herein.
Mit 215 Stundenkilometer brach Hurrikan "Emily" in das Urlaubsparadies Cancún ein, wirbelte den Sand von den Stränden und zerstörte Telefonleitungen. (© Foto: dpa)
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Mit Geschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometern fegte der Sturm der gefährlichen Kategorie vier über die Touristenregion hinweg, teilte das Hurricane Center Florida mit. Auf seinem Weg nach Nordwesten in Richtung Golf von Mexiko schwächte sich "Emily" den Angaben zufolge aber ab.
Die nördliche Sturmwand um das Auge des Hurrikans, die laut Experten das schlechteste Wetter mit sich bringen würde, zog direkt über die Insel Cozumel vor dem Bundesstaat Quintana Roo in der Karibik.
60 000 Touristen in Sicherheit gebracht
Die Gebiete hundert Kilometer südlich der beliebten Strandregion von Cancún an der Ostküste bekämen den Hurrikan in seiner vollen Stärke ab, sagte ein Tourismus-Vertreter. "Cozumel, Playa del Carmen und Tulum sind am schlimmsten betroffen".
"Emily" prallte mit rund 215 Kilometern in der Stunde auf Yucatán. Der Hurrikan der Kategorie vier entwurzelte Bäume und knickte Straßenschilder um. An einem Großteil der Küste der Riviera Maya fielen Strom und Telefon aus. Südlich von Cancún wurde der Sand an den Stränden weggeweht und weggespült, bei einigen Hotels klatschten die Wellen fast bis an die Tür.
Am Wochenende waren bereits zehntausende Touristen aus Furcht vor "Emily" aus den mexikanischen Küstenregionen geflüchtet. Fast 60.000 Urlauber waren im ganzen Land in Notunterkünften in Schulen und Turnhallen in Sicherheit gebracht worden. Nach Behördenangaben brachen 30.000 der rund 80.000 Touristen in der Region ihren Urlaub ab.
Sechs Tote auf Haiti
Wegen des Wirbelsturms wurden außerdem 63 Ölquellen vor der Küste geschlossen und mehr als 15.500 Arbeiter evakuiert. Zwei Piloten kamen ums Leben, als währenddessen ein Hubschrauber ins Meer stürzte.
Der internationale Flughafen von Cancún wurde am Sonntag vorübergehend geschlossen. In Haiti hatte "Emily" zuvor schwere Überschwemmungen verursacht. Dort starben sechs Menschen.
Nach Regierungsangaben wurden etwa 500 Häuser zerstört. In der vergangenen Woche war bereits der Wirbelsturm "Dennis" durch die Karibik gerast. Dabei kamen mindestens 62 Menschen ums Leben, 40 davon in Haiti.
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(AP/AFP)
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