Maximal 5000 Fans wurden zur "DSDS"-Autogrammstunde erwartet - eine offizielle Erlaubnis ist in Nordrhein-Westfalen dann noch nicht nötig. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Nach der Massenhysterie bei einer DSDS-Autogrammstunde mit 60 Verletzten sind Fragen zu den Sicherheitsauflagen laut geworden.
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Jugendliche stehen vor dem Einkaufszentrum Centro in Oberhausen - der Veranstalter hatte mit maximal 5000 Fans gerechnet. (© dpa)
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Die Bezirksregierung Düsseldorf erklärte am Montag, die Veranstaltung habe bei den überregionalen Behörden nicht genehmigt werden müssen. Die Polizei ermittelt inzwischen wegen fahrlässiger Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft Duisburg geht davon aus, dass in Kürze offiziell ein Verfahren eingeleitet wird, wie ein Sprecher betonte.
Der Privatsender RTL will vorerst nicht dazu Stellung nehmen, wie es zu der Massenpanik mit etwa 60 verletzten Kindern und Jugendlichen bei einer Autogrammstunde in Oberhausen kommen konnte. Für RTL gehe es jetzt erst einmal nicht um die Klärung der Schuldfrage, sagte Sprecherin Anke Eickmeyer in Köln.
Nach den schrecklichen Vorfällen bei der Loveparade im vergangenen Sommer in Duisburg hatte das nordrhein-westfälische Innenministerium einen verschärften Erlass für Großveranstaltungen herausgegeben. Die verschärfte Genehmigungsregelung des NRW-Innenministeriums bezieht sich aber nur auf Veranstaltungen unter freiem Himmel und mit mehr als 5000 Teilnehmern.
Zu der Autogrammstunde in dem Oberhausener Einkaufszentrum Centro hatte der Privatsender RTL nach Angaben der Stadt aber nur maximal 5000 Teilnehmer angemeldet - tatsächlich kamen aber 19.000. "Wir haben kein Sicherheitskonzept von der Stadt bekommen, und wir mussten auch nicht informiert werden", sagte der Sprecher der zuständigen Bezirksregierung, Bernhard Hamacher.
"Nicht abzuschätzen, dass so viele kommen"
Nachdem bereits 4000 Fans im Einkaufszentrum waren, hatte der Veranstalter die Türen geschlossen. Die draußen gebliebenen Fans drängten trotzdem nach. 28 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren mussten mit Knochenbrüchen, Kreislaufzusammenbrüchen oder Schock ins Krankenhaus gebracht werden, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten.
Rettungsleute versorgten Verletzte in aufblasbaren Sanitätszelten. Mädchen lagen sich weinend in den Armen, berichteten Augenzeugen. Bei ihnen wurden böse Erinnerungen an die Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg im Sommer wach. Nach Angaben der Stadt hatte der Privatsender als Veranstalter die Autogrammstunde mit maximal 5000 erwarteten Fans offiziell angemeldet.
Der Sender hatte das Event zuvor auf seiner Homepage angepriesen: "Die Gelegenheit für alle DSDS-Fans die Superstar-Anwärter hautnah zu erleben." RTL betonte am Sonntagabend allerdings, der Veranstalter sei das Einkaufszentrum gewesen. "Es war nicht abzuschätzen, dass so viele kommen", so Eickmeyer weiter.
Vor etwa einem Jahr sei es schon einmal bei einer DSDS-Autogrammstunde in Duisburg zu einer Panik gekommen, erinnerte sich ein Polizeisprecher. Damals seien ebenfalls mehr Fans gekommen als erwartet, "jede Menge Mädels". Es habe auch mehrere Leichtverletzte gegeben.
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(dpa/cag/juwe)
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...ist man auch nicht in der Lage bestimmte Schlüsse aus diesen Erfahrungen zu ziehen.
Und damit meine ich die Eltern, nicht die Kinder.
Also unterhalb eines bestimmten IQ muß man halt eben solche Erfahrungen fürs Leben machen, damit ein Denkprozesss stattfindet.