Brandenburgs langjähriger früherer Ministerpräsident Stolpe (SPD) hat beim SPD-Sommerfest in Potsdam einen Schwächeanfall erlitten. Ein Notarztwagen brachte den 72-Jährigen nach Hause.
Brandenburgs langjähriger früherer Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) hat am Freitagabend einen Schwächeanfall erlitten. Der 72-Jährige wurde auf dem SPD-Sommerfest in Potsdam von einem Notarzt behandelt. Anschließend wurde er auf eigenen Wunsch mit dem Notarztwagen nach Hause gebracht. Stolpe war von 1990 bis 2002 erster Ministerpräsident in Brandenburg.
Bild vergrößern
Brandenburgs früherer Ministerpräsident Manfred Stolpe beim SPD-Sommerfest in Potsdam - kurz darauf erlitt er einen Schwächeanfall (© Foto: dpa)
Anzeige
Ein SPD- Sprecher sagte, Stolpe gehe es den Umständen entsprechend gut. Umstehende SPD-Mitglieder sprachen von einem plötzlichen Schwächeanfall. Stolpe hatte vor seinem Zusammenbruch einige Zeit stehend den Reden zugehört. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) eilte sofort hinzu, um sich um Stolpe zu kümmern.
Wenige Minuten nach dem Zusammenbruch wurde er in eine Rettungstrage gelegt und in den Notarztwagen gebracht. Der SPD-Politiker war dabei wieder ansprechbar.
Der 1936 in Stettin-Hökendorf geborene Stolpe gilt als einer der Schlüsselfiguren der Wiedervereinigung. In der DDR war er einer der Vordenker der evangelischen Kirche. 1990 wurde er zwei Wochen nach der offiziellen Wiedervereinigung zum ersten Ministerpräsidenten Brandenburgs gewählt.
Überschattet wurde seine Arbeit immer wieder von öffentlichen Auseinandersetzungen über seine Kontakte zur DDR- Staatssicherheit.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/dpa/aho)
Kanzlerin Merkel und die Macht
Ich freu mich drauf!