Eine Razzia in seiner Wohnung in Kaarst am Niederrhein, wo er gemeldet war, ergab, dass sie Stunden vor den Morden hastig verlassen worden war. In der Tatnacht sah ein Zeuge ein kleines schwarzes Auto vom Tatort wegfahren. Die Beschreibung des Mannes am Steuer deutete auf Strangio hin. Später wurde das Fluchtauto, ein schwarzer Renault Clio, gefunden. Die Polizei fand darin Schmauchspuren sowie Strangios DNS.

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"Vor Duisburg kein großer Fisch"

In italienischen Medien wurde Giovanni Strangio am Freitag als "absoluter Boss" der 'Ndrangheta beschrieben. Das ist zweifelhaft. Einsatzleiter Cortese sagte Ende Februar der Süddeutschen Zeitung: "Strangio war vor Duisburg kein großer Fisch. Er galt nicht als ein Leader."

Strangio wurde 1979 geboren, er wuchs in San Luca auf. Nachdem seine Cousine Maria Strangio Ende 2006 in San Luca erschossen worden war, fürchtete die Polizei Vergeltungsakte bei der Beerdigung. Sie kontrollierte Giovanni Strangio, als er eine Schusswaffe bei sich trug. Bis Juni 2007 kam er in Haft. Am 8. August 2007 tauchte er wieder in Kaarst auf, wo ihm zwei Pizzerien gehörten.

Eine Woche später geschah das Massaker von Duisburg. Seither suchten die Fahnder Strangio. Abgehörte Telefonate verwiesen auf die Niederlande. Im November verfolgten die Ermittler, wie drei Schwestern Strangios nach Amsterdam reisten. Daraufhin konnten sie dort Giuseppe Nirta, einen anderen Schwager Strangios, festnehmen, der seit langem gesucht war.

In dessen Wohnung fanden sie eine Feinstaub-Plakette, die auf das Auto eines in Frankfurt lebenden Italieners ausgestellt war. Durch die Beschattung dieses Mannes stießen die Fahnder auf Romeo und schließlich auf Strangio. Ihre Geduld hat sich ausgezahlt.

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  1. Auf der Spur der Feinstaub-Plakette
  2. Sie lesen jetzt Erfolgreiche Beschattung
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(SZ vom 14.03.2009/aho)