Die Beschlagnahmung von 100 Millionen Euro und unter anderem die Verhaftung der Frau des Clan-Chefs Francesco Schiavone - das ist das Ergebnis einer Großrazzia.
Insgesamt seien am Dienstag 29 mutmaßliche Mitglieder des Mafia-Clans der Casalesi festgenommen worden, darunter auch drei Verdächtige für die jüngsten Morde, teilte die Polizei mit. Die Drei seien zudem in mehreren weiteren Mordfällen verdächtig.
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Anti-Mafia-Demonstration in Neapel (© Foto: dpa)
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Zu den Festgenommenen zähle auch die Ehefrau des zu lebenslanger Haft verurteilten Clan-Chefs Francesco "Sandokan" Schiavone, sagte ein Polizeisprecher. Zudem wurde ein Anwalt unter dem Verdacht der Erpressung verhaftet. Die Ermittler beschlagnahmten Immobilien und Unternehmen im Wert von 100 Millionen Euro aus dem Besitz der mutmaßlichen Mitglieder der neapolitanischen Mafia, der Camorra.
Casertas Polizeichef Carmelo Casabona feierte den Schlag als "Triumph" des Staates und Antwort auf die Camorra. Doch sei die Arbeit "noch nicht getan".
Italiens Innenminister Roberto Maroni sagte im Morgenfernsehen, der in Caserta, Rom und der Toskana beschlagnahmte Mafia-Besitz gehöre nicht den Kriminellen, "sondern den Bürgern". Die Beschlagnahmungen seien ein Signal, "dass sich das Verbrechen nicht lohnt".
Bei einer Mafia-Schießerei waren am 18. September in Castel Volturno nördlich von Neapel ein Italiener und sechs Afrikaner von einem Kommando des Casalesi-Clans getötet worden. Bis Dienstag war nur ein Verdächtiger festgenommen worden.
Nach den Morden hatte die italienische Regierung die Entsendung von 500 Soldaten für drei Monate in die Region beschlossen. Maroni hatte von einer "Kriegserklärung der Camorra gegen den Staat" gesprochen.
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(sueddeutsche.de/AFP/bilu)
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