Mafia auf Sizilien Eine Milliarde Euro Schutzgeld
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Die sizilianische Mafia treibt mit ihren Schutzgeldern, dem "pizzo", etwa eine Milliarde Euro im Jahr ein, schreibt eine italienische Wirtschaftszeitung.
In Sizilien wandern jährlich etwa eine Milliarde Euro in die Kassen der Mafia. Das seien 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der süditalienischen Insel, berichtete die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore.
Mafia in Bildern Die Bosse der Bosse
Zwischen 2002 und 2006 zahlten von der Cosa Nostra erpresste Unternehmen mehr als sechs Milliarden Euro, schrieb das in Mailand erscheinende Blatts unter Berufung auf eine neue Studie des Soziologen Nino La Spina, die am Freitag erscheinen soll.
Demnach mussten von 2246 untersuchten Unternehmen 333 auf einen Schlag 25.000 Euro zahlen, 646 Betrieben wurden monatliche Schutzgeldzahlungen in Höhe von 32 bis 27.000 Euro abverlangt - je nachdem, ob es sich um einen Kiosk oder einen Supermarkt handelte.
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Der sizilianische Zweig des italienischen Industriellenverbands Confindustria hatte im Dezember ein Dutzend Unternehmer wegen Zahlung von Schutzgeldern ausgeschlossen. Confindustria-Präsident Yvan Lo Bello steht seitdem unter Polizeischutz.
Zuvor war der Sitz der Confindustria im sizilianischen Caltanissetta verwüstet worden. Der Sizilien-Korrespondent von Il Sole 24 Ore erhielt in den vergangenen Tagen mehrfach Morddrohungen.