Jemand hat gewollt, dass das Mädchen in dem Kanalschacht in Velbert stirbt oder dessen Tod zumindest in Kauf genommen. Den schweren Kanaldeckel hätte das Kind nicht alleine heben können.
Sie heißt Kassandra und ist noch immer nicht ansprechbar, nachdem sie von einem Unbekannten fast zu Tode geprügelt und in einem Kanalschacht versteckt worden war. Der Gesundheitszustand des neunjährigen Mädchens, das im nordrhein-westfälischen Velbert mit lebensgefährlichen Verletzungen geborgen worden war, ist weiter kritisch. "Ihr Zustand ist nicht gut", sagte ein Sprecher der Polizei in Mettmann. In der Nacht habe sich die Situation verschlechtert.
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Ein Unbekannter hat ein neunjähriges Mädchen in Velbert bei Essen fast zu Tode geprügelt und es dann in einem Kanalschacht in der Nähe der Volksschule versteckt. Polizeihunde fanden das Kind. (© Foto: dpa)
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Das Mädchen liege nach einer Notoperation weiter auf der Intensivstation der Essener Uniklinik. Es konnte noch nicht von den Ermittlern befragt werden. Ein Unbekannter hatte das verletzte Kind in den Schacht geworfen und den Gully mit dem etwa 30 Kilomgramm schweren Deckel verschlossenen.
Mittlerweile hat die Polizei die Spurensicherung in Velbert bei Wuppertal abgeschlossen. Suchhunde hatten das als vermisst gemeldete, völlig durchnässte und unterkühlte Kind in der Nacht zum Dienstag entdeckt. Der Körper wies deutliche Zeichen stumpfer Gewalteinwirkung auf.
Die Eltern des Mädchens hatten am Montagabend die Polizei alarmiert, weil Cassandra nach dem Besuch der örtlichen Hausaufgabenbetreuung nicht nach Hause gekommen war. An der Suche nach dem Kind war auch ein Polizeihubschrauber beteiligt, der mit Wärmbildkameras und Suchscheinwerfern nach dem Kind fahndete.
Für das Verschwinden der geretteten Kassandra gibt es bislang keine Augenzeugen. Das Mädchen sei am Montag alleine in einer Betreuungsstelle gewesen, sagte der Leiter der Mordkommission, Wolfgang Siegmund. Die drei Betreuer hätten nicht mitbekommen, wann und wie sie die Stätte verlassen hat.
Kassandra habe ein Schädel-Hirn-Trauma und schwere Verletzungen im Bauchraum erlitten und habe vermutlich mehrere Stunden in dem Schacht gesteckt. Sie sei bekleidet gewesen, es gebe bislang keinen Hinweis auf ein Sexualdelikt. Der Grund für das Verbrechen "erschließt sich mir nicht", sagte der erfahrene Leiter der Mordkommission. Es gebe auch keinerlei Hinweise auf den Täter. Ein Jugendlicher, der in diesem Zusammenhang genannt worden sei, sei angehört worden. Gegen ihn bestehe kein Tatverdacht, betonte der Ermittler.
Heribert Kaune-Gebhardt von der Staatsanwaltschaft Wuppertal sagte, es sei von einem versuchten Tötungsdelikt auszugehen. Dies sei aus der Art der Verletzungen zu schließen sowie aus der Tatsache, dass der Schacht wieder mit einem Deckel geschlossen worden sei. Der oder die Täter hätten es zumindest billigend in Kauf genommen, dass das Kind in dem Schacht stirbt. Laut Polizei hat Kassandra "nur noch schwache Lebenszeichen gezeigt".
Ob es versuchter Mord oder versuchter Totschlag gewesen sei, könne erst beurteilt werden, wenn der Tatablauf aufgeklärt sei. Den Ermittlern zufolge hätte Kassandra nicht nur an ihren schweren Verletzungen sterben können, sie hätte auch ertrinken können. Denn durch starke Regenfälle sei der Wasserspiegel in dem Kanalschacht gestiegen. Wäre das Kind nicht so rasch gefunden worden, hätte sie "keine Chance gehabt", sagte der Leiter der Mordkommission.
Kassandra liegt im künstlichen Koma. Die Ermittler hoffen jetzt darauf, dass Kassandra schnell aufwacht und eine Täterbeschreibung liefern kann. "Doch ob und wenn ja wann das passiert, ist völlig unklar", sagte Siegmund.
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(sueddeutsche.de/AP/dpa/abis/ehr)
Ihre Kritik dürfen Sie sich schenken.
1) Der Zweck dieser Kommentare ist es ja gerade "sein Fähnchen in den Wind zu hängen".
2) Wieso wankelmütig. Ich habe noch nie etwas anderes behauptet und ich stehe weiterhin zu meiner Meinung.
3) Wie sollte man Ihrer Meinung nach im "zivilen Sinne" gegen solche Straftäter vorgehen? Gegen Straftaten die in keinster Weise ein zivilies Motiv erkennen lassen, muss man entsprechend vorgehen.
Sie klingen mir wir einer dieser Psychologen, welche solche Straftäter auf Unzurechnungsfähigkeit einstufen und die dann nach einigen Therapiestunden wieder auf freiem Fuß sind um weitere Strafttaten zu begehen.
Zu Diego666:
Wie Ihnen vielleicht auch bekannt ist, werden "Triebtäter" gerne wieder rückfällig. Es wäre nicht das erste Mal das ein Triebtäter mehrmals zuschlägt (Trotz Haft). Für mich muss dieser Abschaum aus der Gesellschaft entfernt werden. Und zwar für immer.
Ich als Vater, kann die Reaktion einer Frau Marianne Bachmeier durchaus nachvollziehen. Ich weiss ja nicht wie Sie reagieren würden, würde Ihren Kindern so etwas passieren. Ich hoffe nicht, dass Sie nach typisch deutscher Manier die Schnauze halten und sich auf das deutsche Rechtssystem verlassen würden.
Entschuldigen Sie bitte die Ausdrucksweise, aber ich bin einfach nur wütend, dass man mittlerweile wöchentlich von verschwundenen, missbrauchten und getöteten Kindern hören muss. Dass dürfen wir uns nicht einfach gefallen lassen!
Mit freundlichem Gruß
André T.
Leider ist es nicht durchgedrungen, was ich dem Täter an den Hals gewünscht habe. Er hätte damit eine halbe Krankenhausabteilung beschäftigen können. Der Privatinitiative kann es aber auch anders machen: Strohpuppe basteln, ein Schild "Gulli-Verbrecher" daran anbringen und das Ding mit Nadeln traktieren. Leider wird jetzt der Fall nie aufgeklärt werden, denn der Verbrecher wird unerkannt auf der Straße zusammenbrechen und am besten auf einen Gullideckel fallen.
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@Andre T
Hast d dir mal die Mordraten in den USA angeschaut?
Was soll die immer wieder gebrachte Mär von der Abschreckung.
Und gerade ein TRIEBtäter und das müsste dir eigentlich das Wort schon verdetlichen, lässt sich durch sowas nicht abschrecken.
Wenn ich mir das Verhältnis der Amerikaner zum Töten anschaue, vermute ich sogar, dass eine Gesellschaft, die Töten unter Umständen erlaubt, am Tabu des Tötens selber nagt.
Die Zahlen unterstützen zumindestens diese These mehr als die von der Abschreckung.
Ist ja toll dass jeder sein Fähnchen in den Wind hängt wie es ihm gerade passt.
Gestern noch haben sich alle über die Todesstrafe echauffiert (Verurteilter in der USA konnte nicht um die Ecke gebracht werden, weil keine Vene gefunden wurde), heute wird gleich wieder danach gebrüllt.
Das ist ein unfassbares Verbrechen. Aber wir sind hier in einem zivilisierten Land mit zivilisierten Rechten.
Es schreckt nachweislich niemanden ab solche furchtbaren Taten zu begehen, wenn die Todesstrafe als abschreckendes Urteil verhängt wird.
Find ich schon schwach, wie wankelmütig sie sind
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