Madeira Frau schwimmt nach Streit mit Ehemann Schiff hinterher

Eine 65-Jährige wollte ihrem Mann hinterherschwimmen.

(Foto: nicky39/Fotolia)

Die 65-Jährige habe das Kreuzfahrtschiff einholen wollen, um zu ihrem Mann zu gelangen, berichten Medien auf Madeira. Also stürzte sie sich mit ihrer Handtasche in den Atlantik.

Die Gemüter müssen sehr erhitzt gewesen sein - anders lässt sich der Vorfall, der nun in Portugal Schlagzeilen macht, kaum erklären. Eine Britin, heißt es in lokalen Medien, sei von Fischern aus dem Atlantik gezogen worden, nachdem sie versucht hatte, einem Kreuzfahrtschiff hinterher zu schwimmen. "Ich denke, sie hätte keine 30 Minuten länger überlebt", zitieren die Zeitungen einen der Retter. Die Frau wurde stark unterkühlt in ein Krankenhaus gebracht.

Wie es dazu kam? Der Tageszeitung Correio da Manhã zufolge hatte sich die 65-Jährige einen handfesten Streit mit ihrem Ehemann geliefert. Die Differenzen seien zu groß gewesen, um die gemeinsame Kreuzfahrt fortzusetzen, deshalb hätten die beiden die Marco Polo, so der Name des Schiffs, verlassen. Am Flughafen Funchal kauften sie Tickets für den Rückflug nach Großbritannien - und verloren sich aus den Augen.

Als die Frau nun gesehen habe, wie das Schiff ablegte, sei sie in einer Art Panikreaktion zum Wasser gelaufen und habe sich in die Fluten gestürzt, schreibt Correio da Manhã. Sie habe gedacht, ihr Ehemann sei auf das Schiff zurückgekehrt und habe es einholen wollen.

Vier Stunden im Wasser

Vier Stunden später hörten ein paar Fischer 500 Meter vor der portugiesischen Küste die verzweifelten Schreie der Frau und eilten zu ihrer Rettung. Sie habe ihre Handtasche umklammert und wie eine Überlebende des Titanic-Unglücks ausgesehen, wird einer der Fischer zitiert. Die Wassertemperatur betrug gerade einmal 18 Grad.

Der Ehemann war übrigens nicht auf dem Schiff, er hatte den ersten Flug nach Hause genommen. Was er zu der Aktion seiner Frau sagte, ist nicht überliefert.