Luftverkehr Drohne zwingt Airbus zum Ausweichmanöver

Der Co-Pilot entdeckte die Drohne beim Landeanflug auf Paris. Ein Zusammenprall konnte nur knapp vermieden werden.

Ein Air-France-Airbus A320 ist beim Landeanflug auf den Pariser Flughafen Roissy fast mit einer Drohne zusammengestoßen. Der noch nicht vollständig aufgeklärte Vorfall ereignete sich am 19. Februar und werde als "schwer" eingestuft, teilte das Ermittlungs- und Analysebüro (BEA) am Freitag mit.

Der Behörde zufolge hatte die aus Barcelona kommende Passagiermaschine noch eine Flughöhe von 1600 Metern, als der Co-Pilot die Drohne auf der linken Seite des Flugzeugs entdeckte. Er habe daraufhin den Autopiloten ausgeschaltet und ein Ausweichmanöver ausgeführt, um einen Zusammenprall zu vermeiden. Die Drohne sei schließlich nur rund fünf Meter unter dem linken Flügel des Airbus vorbeigeflogen, der dann ohne weitere Probleme gelandet sei.

Wie viele Passagiere an Bord waren und wie groß die Drohne war, blieb zunächst unbekannt. In Frankreich ist es seit Dezember strikt verboten, Drohnen in der Nähe von Flughäfen fliegen zu lassen, zudem dürfen sie in der Regel in höchstens 150 Metern Sichtweite ihres Betreibers fliegen.

Der internationale Dachverband der Fluggesellschaften IATA hat sich in der Vergangenheit wiederholt besorgt über die Zunahme von Drohnen geäußert. Sie stellten besonders für startende und landende Maschinen eine Gefahr dar, wenn sie unweit von Flughäfen in niedriger Höhe fliegen. Auch können die Funkfrequenzen der Drohnensteuerung die Systeme der Flugkontrolle stören.