Der innenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU) sagte im SWR, je schneller Sauerland seinen Hut nehme, desto besser. Zugleich äußerte Uhl scharfe Kritik an Stadtverwaltung und Polizei. Der Auflagenbescheid der Stadt für die Massenveranstaltung zeige "abenteuerlich, wie fahrlässig hier gehandelt" worden sei. In dem Dokument sei an keiner Stelle erwähnt, wie der Veranstalter "Sicherheit herstellen will und soll, und wie viele Ordner er dazu braucht, und an welcher Stelle was zu tun und zu lassen" sei.
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Veranstalter gab drei mal höhere Besucherzahlen an
Sauerland selbst entschuldigte sich für Fehlinformationen am Unglückstag. In einem Brief an seine Mitarbeiter kündigte er zudem Konsequenzen an, lehnte einen sofortigen Rücktritt aber erneut ab. In dem Brief hießt es: "Ich möchte vermeiden, dass der Rücktritt zum jetzigen Zeitpunkt einer Vorverurteilung der Verwaltung gleichkäme, die sich bei der Vorbereitung der Loveparade hoch engagiert eingebracht hat. Ich kann und will das nicht zulassen." Er werde zu gegebener Zeit die notwendigen Konsequenzen ziehen. In der Bild -Zeitung betonte Sauerland zudem, er selbst habe die Loveparade nicht genehmigt. "Ich persönlich habe nichts unterschrieben, keine einzige Genehmigung." sei.
Zudem gibt es Hinweise, dass die veröffentlichten Zahlen der Loveparade-Teilnehmer im Ruhrgebiet von Beginn an gefälscht worden waren. In einem Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung hieß es, keine der angegebenen Besucherzahlen der Loveparades in Essen, Dortmund und Duisburg sei korrekt gewesen. Laut Veranstalter seien jedesmal weit über einer Millionen Menschen zur Loveparade geströmt. Das sei maßlos übertrieben, gehe aus einem "streng vertraulichen" Dokument des Loveparade-Veranstalters Lopavent hervor. In dem 34 Seiten starken Papier heißt es, die tatsächlichen Zahlen hätten "keinen Bezug zur offiziellen Besucherzahl für mediale Zwecke". Wie es in dem Papier weiter heißt, wird zur Ermittlung der "öffentlichen Besucherzahl" die Zahl der tatsächlich erwarteten Besucher verdreifacht.
In Duisburg hielt Lopavent die Verantwortlichen der Stadt an, die tatsächlichen Angaben unter allen Umständen geheim zu halten: "Eine Veröffentlichung dieser Zahlen könnte dem öffentlichen Ansehen der Veranstaltung immensen Schaden zuführen, was sicher weder im Interesse des Veranstalters liegt noch im Interesse der Stadt Duisburg". In der vertraulichen Analyse der Besucherzahl heißt es im Falle Duisburgs, dass zur Loveparade maximal 485.000 Besucher über den Tag verteilt erwartet würden. In Spitzenzeiten wurde mit höchstens 235.000 Zuschauern gerechnet.
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(dpa/anp/mob)
Kanzlerin Merkel und die Macht
na schön, dass das Rotklicken wenigstens bei so manchem funktioniert, der damit nicht umgehen kann...
Also zumindest ich halte beides für wichtig. Vor allem, wenn der Anschein erweckt wird, dass es funktioniert!
Noch schöner als das Grün- oder Rotgeklicke ist es, wenn man versucht, durch Argumente zu überzeugen.
was ist denn nun jetzt mit der Bewertungsfunktion?
Bei mir funktioniert es nicht: wenn ich auf "schlecht" od. "gut" klicke, baut sich nur die Seite neu auf, von der Bewertung ist nix zu sehen. Auch nicht Stunden später!
Wie sieht´s bei den anderen aus? Bei einigen scheint´s wohl zu klappen... ??
Nach der langen Bastelzeit sollte es doch schön langsam mal endlich funktionieren!
Das erinnert mich an ein staatliches Strassenbauprojekt...
Vielleicht sollte ´mal ein kompetenter 14-jähriger den Job bekommen...
.....bei allen Veranstaltungen der Veranstalter für den Ablauf zuständig ist. Auf einem Privatgelände ausschließlich derselbe. Die Polizei hat auf dem Gelände nichts zu tun gehabt, außer sie wird vom Veranstalter oder vom Inhaber des Geländes gerufen. Die tödlichen Zusammenstöße geschahen auf dem Gelände. Es waren offensichtlich auf Seiten des Veranstalters keine professionellen Ordnungskräfte vorhanden, die mit der Polizei hätten kommunizieren können. Außerdem hat derselbe die verabredete Videoanlagen nicht installiert (kostet ja alles Geld, was aber in die Unternehmer-Tasche soll).
Und der Staat hat durch Gesetze eben dafür zu sorgen, daß die "Führung einer professionellen Firma", so wie Sie es formulieren, eben immer erfolgt und nicht Glücksache ist. Und das das funktioniert, beweisen jedes Jahr die grossen Rock-Open Air's.
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