Millionen Deutsche träumen davon, alle finanziellen Sorgen über Nacht durch sechs Richtige loszuwerden. Andere knacken den Jackpot - und wollen das Geld gar nicht haben: Ein Lottospieler aus Dortmund hat nun seinen gesamten Gewinn über 9,1 Millionen Euro gespendet.

Bei 1 zu 140 Millionen liegt die statistische Chance, beim Zahlenlotto 6 aus 49 die richtigen Zahlen samt Superzahl vorherzusagen. Ohne Superzahl steigt die Wahrscheinlichkeit auf 1 zu 14 Millionen. Immerhin 71 Tipper wurden 2003 auf diese Weise zu Millionären. Und freuen sich in aller Regel über den plötzlichen Reichtum.

Der wöchentliche Traum vom großen Geld (© Foto: ddp)

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Anders ein Lotto-Gewinner aus Dortmund. Der Mann hatte im Januar 9,1 Millionen Euro gewonnen - und den gesamten Gewinn gespendet. Der kaufmännische Angestellte habe mit seinem Gewinn eine Stiftung im sozialen Bereich eingerichtet, berichtete am Mittwoch WestLotto-Sprecher Elmar Bamfaste. Der in sehr geordneten Verhältnisse "mit Haus und einem schönen Auto" lebende Gewinner habe Angst gehabt, dass der Geldregen ansonsten sein ganzes Leben aus den Fugen bringen könne.

Der Lottospieler hatte in der ersten Januarwoche mit "sechs Richtigen" beim Zahlenlotto "6 aus 49" abgeräumt. Doch meldete er sich erst nach zehn Wochen bei der Lottozentrale, um seinen Gewinn in Anspruch zu nehmen. "Er wusste vom ersten Tag an, dass er gewonnen hatte, berichtete Bamfaste. Doch er habe sich erst viel Zeit genommen und überlegt, was ein solcher Millionengewinn für sein Leben bedeute.

Erst kurz bevor die Frist verstrichen war, meldete sich der Mann. "Er hatte einfach Angst vor dem plötzlichen Reichtum", sagte ein Lotto-Sprecher. Doch dann habe sich der zwischen 50 und 60 Jahre alte Mann entschieden, den Gewinn anzunehmen und damit einen guten Zweck zu erfüllen. Jetzt habe er unter Mithilfe der Lotto-Gesellschaft eine Stiftung gegründet, die soziale Zwecke verfolge.

Auch ein Südthüringer Lottospieler hat sich erst knapp zwei Monate nach einem Millionen-Gewinn gemeldet. Der Mann "wollte die Sache ruhig angehen", sagte eine Sprecherin der Lotterie-Treuhandgesellschaft am Dienstag in Suhl. Für seine richtigen Zahlen im Spiel 77 hatte er am 30. Juni 1,57 Millionen Euro gewonnen. Der Mann hatte als einziger den Jackpot geknackt.

Der Spieler hatte bislang nur sporadisch getippt und stets mit dem gleichen Spielschein sein Glück herausgefordert. Bei der Entgegennahme des Schecks habe er sich von der Lottogesellschaft absolute Diskretion ausgebeten. Der Gewinn wäre Ende September verfallen.

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(sueddeutsche.de/dpa)