Auch der Norden der USA ist nun von einer Ölpest betroffen. Aus einer Pipeline im Staat Michigan sind etwa 3,8 Millionen Liter Öl in den Kalamazoo-Fluss getreten und könnten nun den Michigan-See bedrohen.
Weitab von der Ölpest im Golf von Mexiko kämpfen Einsatzkräfte im US-Staat Michigan gegen ein weiteres Ölunglück: Aus einer Pipeline sind nach Einschätzung der US-Umweltbehörde rund 3,8 Millionen Liter in einen Fluss im US-Staat Michigan ausgetreten. Sollte das Öl über den Fluss Kalamazoo bis in den Michigan-See gelangen, wäre dies eine "Tragödie historischen Ausmaßes", sagte die Gouverneurin von Michigan, Jennifer Granholm. Sie hatte den Katastrophenzustand für einige Landkreise entlang des Flusses ausgerufen.
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Arbeiter reinigen den mit Öl verschmutzten Kalamazoo-Fluss in Michigan. (© AFP)
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Zudem verlangte die Gouverneurin mehr Hilfe von der Regierung in Washington. Sie erklärte, die bisher zur Verfügung gestellten Mittel der Umweltschutzbehörde und des Pipeline-Betreibers Enbridge seien nicht ausreichend.
Das Leck in der Leitung zwischen dem US-Staat Indiana und dem kanadischen Ontario wurde am frühen Montagmorgen entdeckt und ist nach Angaben der Umweltbehörde und von Enbridge inzwischen abgedichtet. Enbridge erklärte, es habe die Zahl der Einsatzkräfte verdoppelt. Die Ursache des Unglücks war nicht bekannt. Nach Angaben von Enbridge befindet sich das Öl kurz vor dem Einfluss in den See Morrow, der Michigan-See war noch etwa 130 Kilometer entfernt.
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(apn/dgr/beu/hai)
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Pipelines haben selbstverständlich Ventilstationen in gewissen Abständen entlang der Strecke, von wo aus sich der Ölstrom sofort abstellen lässt. Der Ausfluss ist somit von vornherein nur auf das noch im Rohr befindliche Öl begrenzt. Im übrigen ist das Leck längst beseitigt und das Öl fließt bereits wieder normal. Es geht hier also nur noch um Beseitigung des während des Lecks ausgeflossenen Öls.