Er missbrauchte in Thailand hundertfach Kinder und Jugendliche - ungeschützt, obwohl er um seine HIV-Infektion wusste. Jetzt wurde der 66-Jährige zu neun Jahren Haft verurteilt.
Haft ja, anschließende Sicherungsverwahrung nein: Ein 66-jähriger HIV-infizierter Mann aus Celle muss wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Thailand für neun Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Lüneburg folgte mit diesem Urteil am Donnerstag dem Antrag der Staatsanwaltschaft, wie eine Sprecherin des Gerichts sagte.
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Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der HIV-infizierte 66-Jährige aus Celle in 399 Fällen Kinder und Jugenliche missbraucht hatte - und verurteilte ihn zu neun Jahren Haft. (© picture alliance / dpa)
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Die von der Staatsanwaltschaft beantragte Sicherungsverwahrung wurde nicht angeordnet. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der HIV-infizierte Mann aus Celle in 399 Fällen Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht hatte. Die Taten sollen von Mai 2005 bis November 2009 im Badeort Pattaya geschehen sein.
Sieben der Mädchen, mit denen der Verurteilte Geschlechtsverkehr gehabt haben soll, waren zur Tatzeit noch unter 14 Jahren. Der Mann soll das Alter der Thailänderinnen gekannt haben.
Wegen seiner HIV-Infektion, die er den Minderjährigen verheimlicht hatte, wurde er auch wegen gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen. Seine Verteidiger hatten unterschiedliche Strafen beantragt, einer forderte eine Haftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten, der andere eine Freiheitsstrafe von deutlich unter neun Jahren.
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(dpa/mob/dmo)
Müll am Fluss
@forrell: Wenn sie das ganze in etwa so meinen wie "das Hauptproblem fuer die haeufigen Massaker in den USA" sind frei zugaengliche Feuerwaffen", dann kann ich Ihre Aussage nachvollziehen, zumindest statistisch gesehen wuerde sich das Ausmass sicher verringern wenn mangelnde Motivation durch die oertlichen Behoerden eine so grosse Rolle spielt. Sie stimmen aber sicher ueberein dass das in keinster Weise die Schuld des Taeters mindert wenn die Umstaende seine Tat beguenstigen. Man kann sich zwar fragen inwieweit die Handlungen eines Triebtaeters "pathologisch" sind, aber die Tatabsicht stand sicher schon bei der Flugbuchung fest d.h. es war geplant.
Ich stimme dem Kommentar von Rhinelander zu, warum wurde dies eigentlich nicht in Thailand vor Gericht gebracht? Irgendwelche Gruende wird es da sicher geben oder ist das einfach politische Realitaet weil da das reiche Deutschland und das Entwicklungsland Thailand miteinander zu tun haben?
bitte richtig lesen, ich hatte geschrieben die Gesellschaft profitiert vom Sextourismus...was Ihnen jeder Thailand-Kenner bestätigen wird....wenn bei der einreise dem touristen ein mekblättchen in die hand gedrückt wird wo draufsteht welche strafen er bei den vergehen zu erwarten hat , geht der Missbrauch zurück...bei einreise in singapore wird man im flugzeug darauf hingewiesen das auf drogendelikte die todesstrafe stehen kann....
... ob der mann für ähnliche taten in deutschland auch nur 9 jahre bekommen hätte.
Aber man hätte den Mann in Thailand anklagen und verurteilen sollen.
Hundertfache Vergewaltigung von Kindern und schwere Körperverletztung und nur 9 Jahre Haft, bei guter Führung nur 6 Jahre!
Das ist die Realität unserer "perversen" Kuscheljustiz. Täterschutz und Rehabilitation stehen immer an erster Stelle, Buße und Opferschutz irgendwo ganz hinten.
Woran liegt das? Weil die Richter selbst solche Gedanken pflegen? Weil sexuelle Gewalt noch immer, entgegen der Gesetzgebung, als Kavaliersdelikt gilt?
Das ist ein weiterer Freifahrtsschein für Täter, mit besten Dank an die deutsche Justiz.
Paging