La Palma Fünf Tote bei Übung auf Kreuzfahrtschiff

Bei einem Unfall ist im Hafen von La Palma ein Rettungsboot aus 30 Metern Höhe herabgestürzt und hat die Insassen unter sich festgeklemmt. Fünf Menschen starben.

(Foto: dpa)

Bei einer missglückten Rettungsübung auf dem Kreuzfahrtschiff "MS Thomson Majesty" der Tui-Gruppe sind vor der spanischen Kanareninsel La Palma fünf Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere Personen wurden verletzt.

Abermals ein Unglück auf einem Kreuzfahrtschiff: Bei einem Unfall mit einem Rettungsboot sind vor der spanischen Kanareninsel La Palma am Sonntag fünf Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere seien verletzt worden, teilten die Behörden mit.

Wie spanische Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten, geschah der Unfall am Sonntagmittag am Hafen von Santa Cruz de La Palma, als ein Rettungsboot mit acht Insassen aus rund 30 Metern Höhe ins Wasser stürzte.

Das Kreuzfahrtschiff Thomson Majesty fährt unter maltesischer Flagge für den Reiseveranstalter Thomson, den britischen Ableger von Tui. Laut Regionalregierung traf das Schiff am Sonntagmorgen in La Palma ein.

Das umgekippte Rettungsboot habe im Wasser sechs der Insassen unter sich eingeklemmt, sagte der Feuerwehrchef von Las Palmas, Germán Pérez. Bei den Toten handelte es sich den amtlichen Angaben zufolge um drei Männer aus Indonesien sowie um je ein Crewmitglied aus Ghana und den Philippinen.

Drei weitere Besatzungsmitglieder, zwei Griechen und ein Philippiner, seien von Tauchern und Feuerwehrmännern lebend geborgen worden. Sie seien in Krankenhäuser gebracht worden, hieß es in einer Mitteilung der spanischen Guardia Civil. Die meisten Opfer waren den Berichten zufolge um die 30 bis 35 Jahre alt. Passagiere wurden nicht verletzt.

Das Schiff muss für die Ermittlungen im Hafen von La Palma bleiben

Die Ursache des Unfalls sei vorerst unbekannt, ließen die Behörden wissen. Ermittlungen seien aufgenommen worden. Zum Zeitpunkt der missglückten Übung lag das Schiff auf einer Kreuzfahrtetappe im Hafen von La Palma vor Anker. Das Schiff sollte um 15:00 Uhr wieder ablegen, musste aber wegen der polizeilichen Ermittlungen im Hafen der Inselhauptstadt bleiben.

Die berühmten Karnevalsfeiern wurden auf der zu Spanien gehörenden Insel La Palma für Sonntag abgesagt. Und der Unfall mit dem Rettungsboot ist nicht der erste Zwischenfall, der die Stimmung beim Kanaren-Karneval trübt. Bei der Wahl der Karnevalskönigin war auf Teneriffa in der Nacht zu Donnerstag eine Kandidatin schwer verletzt worden, als ihr Kostüm Feuer fing. Wegen des Unfalls waren auch auf Teneriffa mehrere Karnevalsveranstaltungen abgesagt worden.