Kritik an Herzogin Catherine Nur eine "königliche Gebärmaschine"

Sie sei eine emotionslose Marionette und Schaufensterpuppe: Die Kritik, die Herzogin Catherine momentan einstecken muss, ist harsch. Einige britische Zeitungen und Premier Cameron ergreifen nun Partei für die 31-Jährige.

Herzogin Catherine hat es momentan nicht leicht - von allen Seiten hagelt es Kritik. Erst forderte Designerin Vivienne Westwood von ihr, sich weniger Kleidung zu kaufen und ihre Outfits mehrmals zu tragen. Dies sei "gut für die Umwelt und wäre eine hübsche Botschaft", sagte die 71-jährige Mode-Ikone und Umweltschutzaktivistin. Jetzt ist die Aufregung im Königreich erneut groß - diesmal wegen eines harten Verbalangriffs der Autorin Hilary Mantel gegen die Herzogin.

Mantels Kritik geht weit über die modischen Empfehlungen Westwoods hinaus: Sie verurteilt die Rolle der Frau in der Monarchie. Diese würde nur auf ihre "königliche Vagina" reduziert. Die Herzogin von Cambridge sei lediglich eine Schaufensterpuppe, deren eigentlicher Zweck das Gebären eines Thronfolgers ist.

"Es scheint, als ob Kate für die Rolle der Prinzessin ausgewählt wurde, weil sie untadelig ist: Sie ist so schrecklich dünn, wie man es sich nur wünschen kann, es gibt kein Mucken, keine Merkwürdigkeiten - es besteht nicht die Gefahr, dass ihr Charakter sichtbar wird", sagte die Literaturpreisträgerin. Ganz anders als Lady Diana, die in den letzten Jahren vor ihrem Tod häufig Emotionen gezeigt habe.

Kate selbst möchte sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Der britische Premier David Cameron, der sich gerade in Indien aufhält, verteidigte sie jedoch aus der Ferne: Mantels Aussagen seien "töricht und völlig falsch", die Herzogin sei eine hervorragende Botschafterin ihres Landes.

Auch der britische Telegraph scheint auf der Seite der Monarchie. Mantel klinge wie jemand, der Kate nie kennengelernt habe und kaum etwas über sie wisse, heißt es auf der Internetseite der Zeitung. In einem Kommentar wird Mantel sogar vorgeworfen, eine sexistische und versnobte Sichtweise zu haben. Mantel selbst fühlt sich missverstanden: Ihre Worte seien nicht als Kritik, sondern "mitfühlend" gedacht gewesen.