Kriminalität Italienische Polizei fasst Mafia-Bosse in Erdbunker

In dem Bunker hingen Waffen an der Wand.

(Foto: AP)
  • Die italienische Polizei hat zwei der gefährlichsten Verbrecher Italiens in einem Erdbunker in Reggio Calabria aufgespürt.
  • Einer der Mafia-Bosse war zehn Jahre auf der Flucht, der andere 18.
  • In dem Bunker hingen Waffen an der Wand.

In dem Bunker gab es Strom, Satellitenfernsehen, die Wand hing voller Waffen: Die italienische Polizei hat in Reggio Calabria zwei Mafia-Bosse verhaftet, die in einem Erdloch lebten. Giuseppe Crea und Giuseppe Ferraro von der kalabrischen 'Ndrangheta hätten geschlafen, als die Beamten zugegriffen hätten, teilte die Polizei am Freitag mit. Auf Bildern von der Verhaftung ist eine Küche zu sehen, in der Tomaten und Ricotta auf der Anrichte stehen.

Medienberichten zufolge zeigt dieses Bild Giuseppe Ferraro nach seiner Verhaftung.

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Der 37-jährige Crea war seit zehn Jahren auf der Flucht, der 48-jährige Ferraro 18 Jahre. "Sie waren beide auf der Liste der gefährlichsten Verbrecher Italiens", sagte Innenminister Angelino Alfano. Ferraro war in Abwesenheit wegen einer Reihe brutaler Morde zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Dem 37-jährigen Crea drohen wegen Verbindungen zur organisierten Kriminalität 22 Jahre Gefängnis.

Berichten zufolge soll das Giuseppe Crea sein - auf der Anrichte hinter ihm stehen Tomaten und Ricotta.

(Foto: AFP)

Die beiden Verbrecher hätten in einem Erdloch, das durch Büsche und Bäume verborgen war, gelebt "wie Tiere", zitiert der Guardian den leitenden Ermittler. Dennoch hätten sie weiterhin Kontakt zu ihrem Clan gehabt und dessen Geschäfte geleitet. 'Ndrangheta soll demnach den weltweiten Kokain-Handel zu einem großen Teil unter Kontrolle haben.

"Wie Tiere" hätten die Mafia-Bosse Ferraro und Crea in dem versteckten Erdbunker gelebt, sagt die Polizei.

(Foto: dpa)