Kriminalität in US-Metropole New York feiert Tag ohne Gewalt

Eine Nachricht passend zur Vorweihnachtszeit: New York hat diese Woche einen gewaltfreien Tag erlebt. Der Polizei der Acht-Millionen-Metropole wurden keine Morde, Schießereien oder Messerstechereien gemeldet - einmalig in der jüngeren Geschichte.

Weihnachtsstimmung am Rockefeller Center: Am Mittwoch ließ New Yorks Bürgermeister Bloomberg den berühmtesten Christbaum der Stadt erleuchten.

(Foto: AFP)

Kurz bevor Bürgermeister Michael Bloomberg den 24 Meter hohen Weihnachtsbaum am Rockefeller Center leuchten ließ, konnte die New Yorker Polizei einen völlig gewaltfreien Tag in der Millionenmetropole vermelden.

Am Montag habe es erstmals in der jüngeren Geschichte der Stadt keinen Mord, keine Schießerei, keine Messerstecherei oder ein sonstiges Gewaltverbrechen gegeben, berichtete ein Polizeisprecher. Es sei, solange man sich erinnern könne, das erste Mal, das die Polizei New Yorks einen solch friedlichen Tag erlebt habe.

Auch Experten bestätigten, dass ein Tag ohne Gewaltverbrechen in der jüngeren Vergangenheit nicht vorgekommen sei. "In einer Stadt mit acht Millionen Einwohnern ist das extrem selten", sagte Tom Repetto, Autor eines Buches über die Geschichte der US-amerikanischen Polizei.

Insgesamt ist die Kriminalitätsrate dem Bericht zufolge zwar um drei Prozent angestiegen. Während aber beispielsweise die Fälle schweren Diebstahls um neun Prozent zugenommen haben, wurden im Jahresvergleich 23 Prozent weniger Menschen ermordet.

2012 wurden in New York 366 Menschen Opfer eines Mordes - in Chicago, einer Stadt mit nicht einmal drei Millionen Einwohnern dagegen fast 100 mehr. Voraussichtlich wird die Mordrate in New York in diesem Jahr den niedrigsten Stand seit mehr als 50 Jahren erreichen.

Einige Experten führen dies auf das umstrittene Stop-and-Frisk-Programm der New Yorker Polizei zurück, wonach Polizisten Personen auf Verdacht nach Waffen durchsuchen können.