Dem baden-württembergischen LKA ist ein weltweiter Schlag gegen die Kinderpornographie geglückt. Die Internetfahnder machten weltweit knapp 5000 Verdächtige ausfindig.
Dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA) ist einer der größten Schläge in Deutschland gegen Nutzer von Kinderpornographie gelungen. Wie das LKA am Freitag mitteilte, wurden seit Sommer 2006 weltweit nahezu 5000 mutmaßliche Täter aufgespürt.
Nahezu 5000 mutmaßliche Nutzer von Kinderpornographie konnten aufgespürt werden. (© Foto: ddp)
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Mehr als 60 Verdächtige seien in Spanien festgenommen worden. In Deutschland sitzen zwei Männer in Haft, darunter ein 32-Jähriger aus Sachsen der auch den Missbrauch mehrerer Kinder und Jugendlicher gestanden habe.
Bei ihm seien 39.000 Dateien mit kinderpornographischen Bildern gefunden worden. Bei einem 35-Jährigen waren Bilder von gequälten Babys sichergestellt worden. Der Mann kümmerte sich beruflich um Kinder, die durch sexuellen Missbrauch traumatisiert waren.
Die beiden Männer gehören zu mehr als 700 Verdächtigen, die in Deutschland im Auftrag der Staatsanwaltschaft Konstanz ermittelt worden waren. Sie hatten alle kinderpornografische Dateien im Internet abgerufen oder angeboten. Mehr als 4000 weitere Verdächtige stammen aus 106 Nationen. In Australien wurden 70 und in Neuseeland 28 Verdächtige entdeckt. Allein in die USA schickten die Ermittler 27 Aktenordner mit Beweismaterial.
Eine Expertengruppe des LKA hatte die Verbindungsdaten von knapp einer Million Internetanschlüssen ausgewertet. In Folge der Ermittlungen wurde nach den Worten von LKA-Präsident Klaus Hiller in Deutschland in einigen Fällen langjähriger Missbrauch von Kindern beendet.
Auslöser für die Ermittlungen war die Strafanzeige eines Internetdienstanbieters, der seinen Sitz im Bezirk der Staatsanwaltschaft Konstanz hat. In dessen Internetforen waren hunderte kinderpornographische Dateien getauscht worden. Zum Teil war auf den Fotos der Missbrauch von Säuglingen und Kleinkindern abgebildet.
In Deutschland wird die Verbreitung, der Erwerb und Besitz kinderpornographischer Schriften mit Haft von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. In schweren Fällen drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis. Der Konstanzer Oberstaatsanwalt Jens Gruhl sagte, sobald hinter der Internetspur ein Name stehe, werde gegen den Verdächtigen ermittelt. Es sei bundesweit mit mehr als 700 Verfahren zu rechnen.
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(dpa)
Bundespräsident Gauck in Israel
700 Deutsche und 4.000 weitere aus 106 Nationen.
Also insgesamt 4.700. Hmmmmm.
700:4700*100= 14.9
Interessante Zahl! 14.9% von fast 5.000 Kinderschaendern aus ueber 100 Laendern sind aus Deutschland. Und das ist nicht der einzige Fall wo Deutsche auffaehlich aktiv bei solchen Sachen dabei sind.
Vielleicht sollte man ab sofort aufhoeren ueber die Belgier diese Witze zu erzaehlen.
Die Belgier haben moeglicherweise schon angefangen, gewisse Witze ueber die Deutschen zu erzaehlen. Vielleicht nicht nur die Belgier?
Die Generierung von Verdächtigen in beliebiger Anzahl nach beliebig kruden Kriterien wird (wie auch bei der unsäglichen Aktion 'Mikado') als großer Erfolg verkauft.
Wäre es da nicht ein noch größerer Erfolg, gleich die ganze Bevölkerung unter Generalverdacht zu stellen?
Ich bin gespannt, ob wir in ähnlich großem Stil erfahren werden, wieviele von diesen Verdächtigen auch tatsächlich verurteilt werden konnten.
So, und nun färbt mich rot. Denn solche Kommentare schreibt man bei solch emotionalen Themen nicht.
... den Stein abzukuehlen (um bei dem Sprichwort zu bleiben).
Ich lese solche Meldungen immer mit Genugtuung!
leider....
Veehrte Karin,
sollte es nicht Ansicht statt Anzeigen heißen. Bei meinem IE6 kann ich die genannten Codes eben nur da sichtbar machen.
Gruß