Verona Pooths Ehemann Franjo droht möglicherweise eine weitere Klage. Rund zwei Millionen Euro schulde sein Unternehmen der Landesbank Rheinland-Pfalz.

Sein angeschlagenes Unternehmen Maxfield steht auch bei der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) in der Kreide - mit rund zwei Millionen Euro.

Verona und Franjo Pooth; dpa

Viel zu lachen dürfte Verona Pooth an der Seite ihres Mannes derzeit nicht haben. (© Foto: dpa)

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Einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung bestätigte ein LRP-Sprecher am Montag. Es handele sich dabei "im Wesentlichen" um einen Warenankaufkredit für Handys und MP3-Player.

"Wenn es konkrete Anhaltspunkte gibt - beispielsweise durch die Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft - werden wir rechtliche Schritte einleiten", sagte der Sprecher. Im Moment lägen der Bank aber keine Anhaltspunkte dafür vor.

Gegen Pooth ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Bestechung und Insolvenzverschleppung. Er soll Sparkassen-Vorstände mit wertvollen Geschenken bestochen haben. Pooth hatte zugegeben, dass er teure Fernseher an die Betroffenen liefern ließ.

Mehrere Düsseldorfer Sparkassenmitarbeiter waren auch zur Hochzeit der Pooths nach Wien gereist. Der Düsseldorfer Sparkassen-Chef Heinz-Martin Humme war ebenso wie Vorstandsmitglied Karl-Heinz Stiegemann wegen der Affäre fristlos entlassen worden. Pooths Firma für MP3-Player hatte Anfang des Jahres Insolvenz angemeldet.

Die Sparkasse Düsseldorf und die Commerzbank haben kürzlich Millionenklagen gegen Pooth angestrengt. Die Sparkasse Düsseldorf verklagte Franjo Pooth auf eine Million Euro als Teil einer Summe von 8,5 Millionen Euro, für die der 38-Jährige persönlich bürge. Die Commerzbank hat Pooth auf Zahlung von knapp 1,8 Millionen Euro verklagt. Auf Einladung des Insolvenzverwalters kommen die Gläubiger von Franjo Pooths Unternehmen Maxfield an diesem Dienstag in Düsseldorf zusammen.

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(dpa/mmk)