Kralupy nad Vltavou Explosion in tschechischer Petrochemiefabrik

Die Fabrikanlage in Kralupy in der Nähe von Prag. (Archivbild von 2012).

(Foto: AP)

Mindestens sechs Menschen kommen ums Leben, weitere sind verletzt. Das Werk des Unternehmens Unipetrol liegt 60 Kilometer von der sächsischen Grenze entfernt in der Stadt Kralupy.

Bei einer Explosion im Petrochemiewerk "Synthos" in der tschechischen Stadt Kralupy nad Vltavou (Kralup an der Moldau) sind nach Angaben der Feuerwehr mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Weitere Personen seien verletzt worden, teilte eine Sprecherin mit, die genaue Zahl sei unklar.

Ob wegen eventuell austretender Giftstoffe eine Gefahr für die Anwohner besteht, ist unklar. Der Bürgermeister der Stadt, Petr Holeček, sagte lokalen Medien, dass für die Stadt keine Gefahr bestehe, da sich die Fabrik außerhalb befände. Demnach sei der Unfall bei der Reinigung eines leeren Tanks passiert. Ein Feuerwehrsprecher sagte, dass er nicht mit weiteren Explosionen rechne.

Arbeiter begutachten die Schäden in dem Chemiewerk in Kralupy

(Foto: AP)

Das Unternehmen Unipetrol bestätigte, dass sich die Detonation in seinem Werk in Kralupy ereignet habe. Die Anlage liegt an der Moldau etwa 20 Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Prag. Weitere Details zu der Explosion nannte Unipetrol nicht. Das Unternehmen zählt zu den größten in Tschechien. Seine Hauptgeschäftsfelder sind die Verarbeitung von Rohöl, Treibstoffhandel und die Herstellung von petrochemischen Produkten. Die Stadt Kralupy liegt etwa 60 Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze südlich von Dresden entfernt. Das Unternhmen stellt dort Gummi und Styropor her. In derselben Fabrik waren bei einer Explosion vor drei Jahren zwei Menschen verletzt worden.