Korruptionsaffäre im spanischen Königshaus Prinzessin Cristina zieht mit ihren Kindern in die Schweiz

Spaniens Prinzessin Cristina (rechts) mit ihrem Mann Inaki Urdangarin

(Foto: AFP)

Weiterhin belastet die Korruptionsaffäre um den Ehemann von Königstochter Cristina die spanische Monarchie. Nun will die Infantin für ihre vier Kinder und sich einen Neuanfang. Die Familie werde in die Schweiz ziehen, berichten Medien - Urdangarin soll jedoch in Barcelona bleiben.

Spaniens Königstochter Cristina zieht Medienberichten zufolge ohne ihren in eine Korruptionsaffäre verwickelten Ehemann in die Schweiz. Die 48-Jährige werde künftig mit den vier Kindern in Genf wohnen, meldete die spanische Nachrichtenagentur EFE am Mittwoch unter Berufung auf Familienkreise. Das Königshaus wollte sich dazu zunächst nicht äußern.

Die zweitälteste Tochter von König Juan Carlos und Königin Sofía wird den Berichten zufolge in Genf neue Aufgaben für die Stiftung übernehmen, für die sie schon seit Jahren arbeitet. Ihr Ehemann Iñaki Urdangarin bleibe dagegen in Barcelona und werde seine Familie regelmäßig in der Schweiz besuchen.

Gegen den 45-jährigen Ex-Handballer läuft auf Mallorca ein Ermittlungsverfahren. Er steht im Verdacht, als Präsident einer gemeinnützigen Stiftung staatliche Gelder in Millionenhöhe unterschlagen zu haben. Der zuständige Untersuchungsrichter lässt zudem überprüfen, ob Cristina ihre Steuern ordnungsgemäß gezahlt hat. Die Affäre hat dem Image des spanischen Königshauses schwer geschadet.

Die spanische Zeitung El País berichtet, dass Cristina seit mehreren Monaten nach einem Weg sucht, um mit ihrer Familie im Ausland neu anzufangen. Vor allem ihre Kinder sollen fern ab des Skandals zur Schule gehen können - und schon das kommende Schuljahr in der Schweiz starten.