Kleinflugzeug vermisst Mode-Unternehmer Missoni in Venezuela verschollen

Kurz nach dem Start brach der Funkverkehr ab, seitdem ist ein Kleinflugzeug in Venezuela verschollen. An Bord sollen sich neben Pilot und Copilot vier Italiener befunden haben. Darunter der älteste Sohn des Modehaus-Gründers Ottavio Missoni und dessen Ehefrau.

In Venezuela ist ein Kleinflugzeug mit vier Italienern, darunter ein Sohn des Modeschöpfers Ottavio Missoni, verschwunden. Vittorio Missoni, seine Ehefrau Maurizia Castiglioni und zwei weitere Insassen hätten sich in dem Flugzeug befunden, teilte das venezolanische Innenministerium am Samstag mit. Dem italienischen Außenministeriums zufolge befand sich die Maschine auf dem Weg von der Inselgruppe Los Roques in die Hauptstadt Caracas.

Bei den beiden weiteren Insassen handle es sich um zwei Männer aus Italien, deren Namen der Pressesprecher des venezolanischen Innenministeriums, Jorge Galindo, im Online-Kurznachrichtendienst Twitter ebenfalls nannte. Zudem seien an Bord der Maschine noch ein Pilot und ein Kopilot gewesen. Das italienische Außenministerium wollte die genannten Namen weder bestätigen noch dementieren.

Das italienische Modeunternehmen Missoni bestätigte am Samstag, dass Vittorio und seine Frau in Venezuela verschollen seien, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Medien wurden aufgefordert, "die Privatsphäre der Familie zu respektieren".

Der Pilot brach den Funkverkehr kurz nach dem Start ab, als sich die Maschine etwa zehn Seemeilen südlich von Los Roques befand, wie die Zeitung El Universal schreibt. Zwei Hubschrauber, zwei Flugzeuge und fünf Motorboote nahmen an der Suche in den Gewässern vor der Küste Venezuelas teil. Sie blieb jedoch zunächst erfolglos.

Die Modemarke Missoni ist für Strickware mit bunten Streifen-, Wellen- und Zickzack-Mustern bekannt. Das italienische Familienunternehmen wurde 1953 von Rosita und Ottavio Missoni gegründet. Es wird inzwischen von deren Kindern geführt. Neben Vittorio Missoni sind das dessen Bruder Luca, der als Technikchef fungiert, und seine Schwester Angela, zuständig für die künstlerische Leitung.

Vor exakt vier Jahren, am 4. Januar 2008, war laut italienischen Medien schon einmal ein Flugzeug in der Region verschwunden. Die Maschine mit 14 Menschen, darunter acht Italiener, an Bord, war demnach in der Gegenrichtung von Caracas zu den Los-Roques-Inseln unterwegs. Von ihr fehle bis heute jede Spur.