Das Landgericht Kiel hat am Freitag einen Mann wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu sechseinhalb Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Die Verteidigung will Einspruch einlegen.

Der HIV-infizierte 49-Jährige aus Neumünster hat nach Ansicht der Richter mehrere Jungen in Kambodscha sexuell missbraucht. Das Gericht folgte mit seinem Urteil weitgehend der Staatsanwaltschaft, die acht Jahre Haft und Sicherungsverwahrung gefordert hatte.

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Der Verteidiger des einschlägig vorbestraften und bekennenden Pädophilen hatte auf Freispruch plädiert, da die Schuld des 49-Jährigen nicht eindeutig nachgewiesen sei. Die Verteidigung will in Revision gehen.

Entscheidende Bedeutung für die Verurteilung hatten Aussagen eines kambodschanischen Jungen und seiner Mutter.

Beide hätten den Angeklagten sicher wiedererkannt, sagte der Vorsitzende Richter Stefan Becker. Der Mann habe bei einem eindeutigen sexuellen Übergriff erst dann von dem Achtjährigen abgelassen, als seine Mutter dazwischen ging.

Beide Zeugen hätten zudem während der achtmonatigen Beweisaufnahme glaubhaft von weiteren sexuellen Übergriffen des Angeklagten auf kambodschanische Jungen berichtet, sagte der Richter.

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(dpa/grc)