Beim wohl schwersten Flugzeugunglück in der Geschichte Brasiliens sind bis zu 200 Menschen ums Leben gekommen. Kriminelle Zustände am Flughafen und Geldgier könnten den Tod von 200 Menschen mitverursacht haben.
Wie ein Mahnmal ragt das rote Leitwerk des Airbus A320 aus den brennenden Trümmern. TAM steht in weißen Buchstaben darauf, das Kürzel der größten Fluggesellschaft Brasiliens. Fast sieht es so aus, als gehöre es hier hin - was für eine grausige Ironie.
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Der Flug Nummer 3054 der TAM von Porto Alegre nach São Paulo endete in einem dreistöckigen Gebäude der TAM hinter dem Stadtflughafen Congonhas, neben einer Tankstelle, alles zusammen ging nach dem Aufprall in haushohen Flammen auf. Stundenlang drangen an diesem schrecklichen Dienstagabend kaum verlässliche Nachrichten durch den schwarzen Qualm des Feuers und den hellen Schaum der Löschmannschaften.
Alle Passagiere sind tot
Am frühen Mittwoch war dann klar, dass in diesem Inferno kaum jemand überlebt haben konnte. Als Erster sprach es der Chef der Feuerwehr aus. "Wir haben hier ungefähr 200 Tote", sagte Antonio da Silva. Unter den Opfern sind alle 186 Passagiere des Fluges, die Besatzung und mindestens zwei Menschen am Boden. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte, bislang gebe es keine Hinweise auf deutsche Opfer.
Es war die schlimmste Tragödie in der brasilianischen Fluggeschichte, Präsident Luiz Inácio Lula da Silva rief drei Tage Staatstrauer aus, er sei "konsterniert". Die Leichen werden erst allmählich geborgen und identifiziert, in dem Wrack herrschen Temperaturen von bis zu 1000 Grad. Augenzeugen berichten, dass die Maschine nach der Landung nicht auf der Bahn zum Stehen kam, abdriftete und über den Flughafen und eine Hauptstraße hinaus raste. Warum?
Knapp zwei Stunden nach dem Start im Süden des Landes hatte das Flugzeug pünktlich gegen 19 Uhr São Paulo erreicht, es regnete in Strömen, auf dem Asphalt stand das Wasser. Offenbar versuchte der Pilot vergeblich, im letzten Moment durchzustarten. Im Kontrollturm wurden noch Hilferufe vernommen. Experten vermuten, er habe zu spät aufgesetzt, auch könnten Bremsen und Hydraulik versagt haben.
Weitere Aufschlüsse soll die bereits gefundene Black Box geben, der Flugschreiber. Als mitverantwortlich allerdings gilt Pfusch der Behörden. "Es war zu erwarten, dass so etwas passieren würde", schimpft Carlos Camacho, der Sicherheitsbeauftragte der nationalen Luftfahrtgesellschaft, in der Zeitung O Estado de São Paulo. "Jetzt müssen wir die Toten begraben." Seiner Meinung nach hätte der 1936 eröffnete Stadtflughafen Congonhas zuletzt geschlossen werden müssen, die Probleme waren längst bekannt.
Brasiliens meistbenutzter Airport ist mit jährlich 18 Millionen Passagieren und 231.000 Flügen chronisch überlastet, obwohl die meisten internationalen Verbindungen in der Vorstadt Guarulhos starten und landen. Vor allem liegt die Anlage mitten in der gewaltigen Metropole, umgeben vom wohlhabenden Viertel Moema mit seinen Geschäftsleuten.
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FKK-Slackliner Alexander Schulz
....wenn mal betrachtet, was erst einmal passieren muss, damit man aufwacht!
Mängel, wie die rutschige Start- und Landebahen waren ja schon längst bekannt.
Unfälle gab es schon zuhauf!!
Wenn der Flughafen bereits geschlossen wurde und das Urteil anschliessend wieder aufgehoben wurde, sollten die verantwortlichen Richter (die mit Sicherheit geschmiert waren) die Angehörigen über das Unglück inrofmieren müssen.....