Der nach fünf Jahren plötzlich wiederaufgetauchte Brite steht unter Betrugsverdacht: Ein Foto scheint ihm und seiner Frau zum Verhängnis zu werden.
Das hat sich John Darwin sicherlich nicht so vorgestellt: Am Mittwoch wurde er festgenommen, wie die Polizei in Cleveland im Nordosten Englands mitteilte. Britischen Medien zufolge geht es um den Verdacht, der 57-Jährige könnte sein Verschwinden inszeniert haben, damit seine Frau seine Lebensversicherung kassieren konnte.
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Sichtlich guter Laune: die Darwins auf dem im "Mirror" abgedruckten Foto, das im Juli 2006 in Panama entstanden sein soll. (© Screenshot: sueddeutsche.de)
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Der Fall bekommt damit eine pikante Wende: Der frühere Gefängnisaufseher Darwin war vor fünf Jahren bei einer Kanufahrt auf dem Meer verschwunden und später für tot erklärt worden. Am vergangenen Wochenende tauchte er in einer Londoner Polizeiwache auf und machte geltend, er habe sein Gedächtnis verloren.
Seine Ehefrau war nach dem vermeintlichen Tod Darwins nach der Auszahlung der Lebensversicherung nach Panama ausgewandert. Dort soll sie laut einem Bericht des Daily Mirror im Juli vergangenen Jahres zusammen mit ihrem Mann gesehen worden sein. Auch ein Foto druckte das Blatt ab, das offenbar die Eheleute bei sichtlich guter Laune zeigt.
Anne Darwin wies die Vorwürfe entschieden zurück. Sie habe die Lebensversicherung in dem guten Glauben beantragt, dass ihr Mann tot sei, wurde sie von der Boulevardzeitung Sun zitiert.
Sie räumte allerdings ein, dass sie das Geld nun vermutlich zurückzahlen müsse. Die Polizei erwägt nach eigenen Angaben, in Panama die Auslieferung von Anne Darwin zu beantragen. Sie selbst erklärte, sie wolle nach Großbritannien zurückkehren, um ihren Mann zu sehen, müsse aber zunächst noch ein paar Dinge in Ordnung bringen.
Die Polizei appellierte derweil an die Bevölkerung, sich unbedingt zu melden, falls irgendwelche Informationen über den Aufenthalt Darwins in den vergangenen fünf Jahren vorlägen.
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(AP/odg)
Analyse des DFB-Kaders
Auf jeden Fall ist es gut, auszuwandern, besonders im Jahr 2007. Aber sein Geld muss man schon ehrlich bekommen. Wenn der Mann irgendwo wieder auftaucht muss ihm unterstellt werden, er wollte absichtlich als verschollen gelten. Sonst hätte er sich auf jeden Fall mal zu Hause melden müssen, gell.
Es ist schon die Frage, ob sich der Betrug wirklich lohnen würde.
Denn selbst bei einem knapp 60-Jährigen der ausgezahlte Betrag vermutlich nicht so hoch, dass es sich lohnen würde, alle Zelte in GB abzubrechen, eine derartige Inszenierung zu starten, auszuwandern, sich zumindest ein knappes Jahr nicht zu sehen - und das für vielleicht 100.000 Pfund??
Ok, man soll niemals nie sagen und ohnehin erstmal vom Schlimmsten ausgehen. Ein wenig zweifele ich jedoch schon an diesen Vorwürfen...