Ein Waidmann, der mit einem Adler um das Leben seines Dackels kämpfte und das Wappentier dabei erschlug, muss vermutlich einen empfindlich hohen Eurobetrag als Schadenersatz zahlen.

Ein Waidmann, der mit einem Adler um das Leben seines Dackels kämpfte und das Wappentier dabei erschlug, muss vermutlich einen empfindlich hohen Eurobetrag als Schadenersatz zahlen.

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Das Oberlandesgericht Stuttgart schlug in einem Vergleich einen Betrag von 15.000 Euro vor. Der Anwalt des schlagkräftige Nimrods stimmte dem allerdings vorerst nicht zu, weil das OLG den Betrag gegenüber der Vorinstanz mehr als verdoppelt hatte. Nun hat der Waidmann noch Bedenkzeit bis zum 20. Februar, ansonsten wird das Gericht am 23. Februar ein Urteil verkünden.

Der fatale Zusammenprall von Mensch und Natur ereignete sich auf einem Wanderparkplatz im Schwäbischen. Dort entdeckte der Jäger den drei Tage zuvor bei einer Flugschau ausgebüchsten und halbwegs zahmen Adler auf einem Baum.

Als er sich dem Vogel mitsamt dem angeleinten Hund näherte, stürzte sich der ausgehungerte Beutegreifer auf den Dackel. Der Waidmann drosch zur Verteidigung seines Hundes mit so heftigen Stockschlägen auf den Adler ein, dass der trotz aufwändigster tiermedizinischer Betreuung starb.

Die Greifvogelwarte fordert im Ausgangsverfahren für den Verlust des Adlers einschließlich der Tierarztkosten 31.000 Euro, der Jäger für die Wunden am Dackel seinerseits 1500 Euro.

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(dpa)