Babys zur Abholung bereit: Amerikanische Ehepaare sollen ägyptischen Frauen ihre Kinder abgekauft haben. Sogar Ärzte sollen mitgemischt haben.
Das Paar war eigens aus den USA eingeflogen, die beiden Amerikaner wollten ihre telefonisch bestellten Babys aus Ägypten abholen. Daraus wurde allerdings nichts: Die Geschäftsfrau, 39, und der Unternehmer, 69, wurden in Kairo verhaftet und kommen wegen Kinderschmuggels demnächst vor den Strafgerichtshof.
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Haftbefehl gegen einen Bankangestellten und eine Krankenschwester aus Kairo: In der ägyptischen Haupstadt wurde ein regelrechter Schmuggel mit Kindern betrieben. (© Foto: AFP)
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Dies ist beileibe kein Einzelfall. Neben den beiden wurden ein weiteres amerikanisches Paar, zwei Frauenärzte, ein Bankangestellter und eine Krankenschwester verhaftet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Kairo bestätigt, dass zumindest die Ärzte inzwischen gestanden haben: "Sie haben schwangeren Mädchen ihre Babys abgekauft, und sie an kinderlose amerikanische Ehepaare weiterverkauft." Nach Angaben des Sprechers agierten der Bankangestellte und die Krankenschwester als Vermittler zwischen den Amerikanern und den Ärzten. Gegen einen dritten Arzt und ein weiteres US- Ehepaar liegen Haftbefehle vor.
Die Paare hätten niemals mit den Kindern nach Amerika ausfliegen können - hätten ihnen nicht einheimische Ärzte geholfen. Denn um Reisepässe für Babys zu bekommen, die in Ägypten geboren wurden, muss man sich in der US-Botschaft registrieren lassen, wofür man unter anderem die vom Frauenarzt unterschriebene Geburtsurkunde benötigt und ein Dokument des Krankenhauses, das die Geburt des Babys in ihrem Hospital bestätigt.
Als die Geschäftsfrau und der Unternehmer mit eben diesen Dokumenten die Botschaft aufsuchten, um ihre angeblich in Kairo geborenen Zwillinge anzumelden, wurde ein Angestellter skeptisch: Das Einreisedatum der angeblichen Mutter, eine gebürtige Ägypterin, lag nur vier Tage vor dem Geburtsdatum.
Die US-Botschaft benachrichtigte die Polizei, woraufhin die Staatsanwaltschaft Ermittlungen einleitete. "Es stellte sich heraus, dass das Ehepaar die Kinder, ein Mädchen und einen Jungen, für umgerechnet 3700 Euro gekauft hatte", sagt der Sprecher des ermittelnden Staatsanwaltes Abdel Maguid Mahmoud. "Die Dokumente waren von den Ärzten gefälscht worden."
Adoption nein, Kauf ja
In einem anderen Fall hatte ein kinderloses Paar einen ägyptischen Bankangestellten schon aus den USA kontaktiert. Sie sagten ihm , dass sie sich zwei Kinder wünschten - ein Mädchen und einen Jungen. Da Adoption in Ägypten verboten ist, schlug der Bankangestellte den Kauf neugeborener Babys vor - Kindern, die nach der Geburt von ihren Müttern ausgesetzt oder in Waisenhäusern abgegeben wurden. Die Müttern sind oft junge Mädchen, die durch außerehelichen Sex schwanger wurden - in Ägypten ein großes Tabu.
Über eine Krankenschwester, die der Bankangestellte privat kannte, wurde der Kontakt zu zwei Ärzten aufgebaut. Nachdem sie sich geeinigt hatten, kamen die Babys direkt nach der Geburt zu der Krankenschwester. Diese kümmerte sich um die Neugeborenen, bis die neuen Eltern aus Amerika angereist kamen. Die Schwester ist nun ebenso wie die Ärzte und der Bankangestellte in Haft.
Inzwischen wurde ein weiteres Ehepaar verhaftet. Ein anderes Paar musste offenbar aus Termingründen vor Fertigstellung der Papiere Ägypten verlassen und zurück in die USA fliegen. Sie ließen das Neugeborene bei Bekannten zurück, um es später zu holen. Gegen sie liegt nun ebenfalls ein Haftbefehl vor. Die Kinder befinden sich inzwischen in verschiedenen Waisenhäusern.
Das Krankenhaus wurde nach Angaben der ägyptischen Zeitung Al Masry el Youm auf Anordnung des Gesundheitsministeriums geschlossen. Bei einer Verurteilung müssen die Beschuldigten mit einer Haftstrafe von bis zu 15 Jahren rechnen, die Amerikaner ebenfalls. Die Sprecherin der US-Botschaft wollte sich zu den Ermittlungen nicht äußern.
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(SZ vom 03.02.2009)
Analyse des DFB-Kaders
"Die Müttern sind oft junge Mädchen, die durch außerehelichen Sex schwanger wurden - in Ägypten ein großes Tabu. "
"Die Kinder befinden sich inzwischen in verschiedenen Waisenhäusern. "
Egal, welche Ansichten man hinsichtlich des 'Kaufs' von Kindern einnimmt ... ob es ihnen in ägyptischen Waisenhäusern besser geht als in Amiland oder Europa nehme ich nicht an. Denn die islamische Gesellschaft wird sie als tabubelastete Menschen verachten und dieses auch spüren lassen.
Und dass eine Adoption abgelehnt wurde, zeigt soch, dass man am Wohle des Kindes eigentlich gar nicht interessiert ist, sondern nur an dem Gewinn aus dem 'Sklavenhandel'. Dies lässt doch einen gewissen Einblick in die Motive derer zu, die die Kindern wohlfeilbieten. Ob immer die persönliche Karriere die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch ist bezweifle ich ebenfalls (anderer Kommentar).
Was zu beklagen ist, scheint weiniger in der Überantwortung der Kinder zu liegen als vielmehr an dem jammervollen Zustand einer islamischen Gesellschaft, die hemmungslos junge Mädchen stigmatisieren, während die 'Verführer' bigott und straffrei die Früchte pflücken, die der strenge Glauben ihnen verbietet meint ...
Kuni
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hier eine der vielen nachteile der emanzipation - des konsums wegen keine kinder mehr machen wollen, aber die kinder der bettelarmen menschen der drittländer erpressen.
west-eu und usa - hoffentlich fällt sie als erste der reduktion der weltbevölkerung zum opfer - dann haben wir endlich ruhe auf der welt!