Jugendgewalt Brutale Prügelattacken: mehrere Verletzte

In Berlin wurde am Wochenende ein 42-Jähriger krankenhausreif geschlagen, weil er keine Zigarette hatte. Jetzt kam es in der Hamburger U-Bahn zu einem weiteren Übergriff.

Bei brutalen Attacken in Berlin und Hamburg haben die Täter ihre Opfer ins Krankenhaus geprügelt.

In Berlin gab sich ein Räuber in der Nacht zum Montag als Zigaretten-Schnorrer aus und sprach sein 42-jähriges Opfer auf der Straße an. Sofort versetzte er ihm einen Schlag ins Gesicht und prügelte nach Polizeiangaben auch noch weiter, als der 42-jährige schon schwer verletzt am Boden lag. Dann suchte er ihn nach Wertgegenständen ab. Das Opfer habe eine wahre "Misshandlungs-Odyssee" erlitten, hieß es bei der Polizei.

In einer Hamburger U-Bahn soll ein betrunkener Jugendlicher einen 26-Jährigen krankenhausreif geschlagen haben. Auch einer 19 Jahre alten Frau, die den 17 Jahre alten Täter an der Flucht hindern wollte, schlug er die Faust ins Gesicht, berichtete die Polizei der Hansestadt. Der Jugendliche wurde bereits am Sonntag wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung festgenommen. Trotz seiner schweren Verletzungen versuchte auch das 26-jährige Opfer, sich aus dem Staub zu machen - gegen den Mann liegt ein Haftbefehl vor. Er kam mit Brüchen des linken Augenhöhlenknochens sowie der Nase zunächst ins Krankenhaus.

Erst am Wochenende waren in Berlin zwei junge Männer brutalen Überfällen zum Opfer gefallen: Am Samstagmorgen hatten sieben Unbekannte in der U-Bahn-Station Kurfürstendamm einen 23-Jährigen nach Zigaretten gefragt und anschließend krankenhausreif geprügelt. Die Videos wertet die Polizei mittlerweile aus - es gebe keinen Anlass, wegen des Verdachts auf versuchten Mord zu ermitteln, heißt es. Was genau auf den Bändern zu sehen ist, könne aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gesagt werden.

In der Nacht zum Sonntag sprachen zwei Unbekannte einen 21-Jährigen in Marzahn an, um ihn dann ebenfalls unvermittelt zu verprügeln und auszurauben. Einsatzkräfte brachten den jungen Mann mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus.