Juan Manuel Fangio Formel-1-Ikone für Vaterschaftstest exhumiert

  • Der Leichnam des vor 20 Jahren verstorbenen argentinischen Rennfahrers Juan Manuel Fangio wurde exhumiert.
  • Mit einem DNA-Test wollen zwei Männer beweisen, dass Fangio ihr Vater ist.

Juan Manuel Fangio ist eine Legende der Formel 1: Fünfmal wurde der Argentinier in den 50er-Jahren Weltmeister im Rennsport. Ein Rekord, der erst 2003 von Michael Schumacher übertroffen werden konnte.

1995 verstarb Fangio im Alter von 84 Jahren und hinterließ - offiziell - weder Frau noch Kinder. Sein Vermögen vermachte er einer Stiftung. Angeblich hat der Rennstar aber doch Nachfahren, und davon gleich zwei. Ruben Vaquez und Oscar Cesar Espinoza sind beide davon überzeugt, dass Fangio ihr leiblicher Vater ist. Ob sie Recht haben, soll jetzt die Exhumierung klären.

Oscar Cesar Espinoza, geboren 1938

Dass Espinoza ein Sohn von Fangio ist, scheint in Argentinien schon lange ein offenes Geheimnis zu sein. Seine Mutter war lange mit dem Star liiert. Es gäbe Bilder, handgeschriebene Briefe und Zeugen, die Fangios Vaterschaft beweisen, sagte Espinoza einer argentinischen Zeitung. Ist er wirklich Fangios Sohn, hat ihm dieser wohl die Lust an schnellen Autos vererbt: Espinoza fuhr selbst für einige Jahre in der Formel 3.

Ruben Vazquez, geboren 1942

Vazquez hatte bereits 2005 einen Antrag auf Exhumierung gestellt, um die Vaterschaft überprüfen zu lassen - damals ohne Erfolg. Seine Mutter hatte ihm zuvor gestanden, dass sie eine Affäre mit Fangio hatte, ihren Mann jedoch nicht verlassen wollte. Angeblich stehen keine finanziellen Interessen für den heute 73-Jährigen im Vordergrund, er möchte nur als Sohn von Fangio anerkannt werden.

Die Exhumierung fand am Freitag 400 Kilometer südlich von Buenos Aires in Balcarce statt, der Heimatstadt von Fangio, wo dieser 1995 beerdigt wurde. Die Proben werden jetzt untersucht. In 30 bis 60 Tagen werden Vazquez und Espinoza wissen, ob der berühmte Rennfahrer Fangio wirklich ihr Vater war.