Japan/Indonesien Erdbeben überrascht Menschen im Schlaf

Bei einem starken Beben in der japanischen Region Ibaraki nahe der Hauptstadt Tokio sind mindestens 27 Menschen verletzt worden.

Nach japanischen Polizeiangaben handelt es sich um Leichtverletzte. Größere Sachschäden habe es ebenfalls nicht gegeben. Das Beben der Stärke 5,4 auf der Richter-Skala ereignete sich am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit). Das Epizentrum lag laut nationalem Wetteramt in 40 Kilometern Tiefe im Süden von Ibaraki.

Das Beben sei so stark gewesen, dass es in der Innenstadt von Tokio Häuser zum Wanken gebracht habe, teilte das Wetteramt mit. Mehrere Fernsehsender unterbrachen ihr Programm und zeigten Bilder von schwankenden Gebäuden. Der Zugverkehr in Tokio wurde vorrübergehend gestoppt oder eingeschränkt. Die Behörden sperrten kurzfristig eine Autobahn. Die Region Ibaraki liegt rund 130 Kilometer von der japanischen Hauptstadt entfernt.

Zwei Erdbeben haben auch die indonesische Katastrophenprovinz Aceh und die östliche Insel Sulawesi erschüttert. Über Opfer oder Schäden sei zunächst nichts bekannt geworden, teilten die Ämter für Meteorologie und Geophysik in Banda Aceh und Jakarta mit. Der Erdstoß der Stärke 6,2 hat die Nord-Sulawesi am späten Dienstagabend (Ortszeit) heimgesucht.

In Aceh an der Nordspitze der Insel Sumatra ließ am Mittwochmorgen ein Beben der Stärke 5,3 die Erde zittern. Das Epizentrum des Erdstoßes in Aceh wurde den Angaben zufolge rund 75 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Banda Aceh im Meer registriert. Das Zentrum des Bebens auf Sulawesi lag rund 380 Kilometer vor der Küste im Pazifischen Ozean.

Mehr als sieben Wochen nach der Flutkatastrophe in Asien wurden jüngsten Angaben der Behörden zufolge in den Provinzen Aceh und Nordsumatra bislang rund 120.000 Leichen geborgen, knapp 115.000 Menschen werden noch vermisst. Seit der Naturkatastrophe vom zweiten Weihnachtsfeiertag suchten die Region hunderte Nachbeben heim, von denen aber die wenigsten mehr als die Stärke 5 hatten.