Japan 17-Jähriger bringt Kopf seiner Mutter zur Polizei

Ein japanischer Schüler ist mit einem schaurigen Geständnis auf einem Polizeirevier aufgetaucht.

In Japan hat ein Schüler den abgeschnittenen Kopf seiner Mutter zu einer Polizeiwache gebracht. Wie japanische Medien am Dienstag berichteten, erzählte der 17-Jährige den Beamten in der zentraljapanischen Stadt Aizuwakamatsu, er habe in der Nacht seine Mutter getötet. "Es ist hier drin", sagte der Junge, der den abgetrennten Kopf in einer Tüte trug.

Der Junge sagte aus, er habe den Kopf abgeschnitten, während seine Mutter geschlafen habe. Es war ihr 47. Geburtstag. Nach amtlichen Angaben hatte sich der Schüler in psychiatrischer Behandlung befunden.

Die Polizei fand in der Wohnung des Schülers auf dem Bett einen Torso und daneben ein Messer. Der wegen Mordverdachts verhaftete Jugendliche habe auf die Fragen der Polizei ruhig geantwortet, berichteten die Beamten. "Es wäre gut, wenn Terrorismus und Krieg aus der Welt verschwinden würden. Es war egal, wenn ich getötet habe", wurde der Jugendliche zitiert.

Medienberichten zufolge lebte der Oberschüler mit seinem jüngeren Bruder während des Schuljahres in einer Wohnung abseits ihres Elterhauses. Ihre Mutter habe sie dort immer über das Wochenende besucht, hieß es. Eine Nachbarin beschrieb den mutmaßlichen Täter als "normal".

Der Fall weckt Erinnerungen an die Enthauptung eines Schülers in der japanischen Hafenstadt Kobe vor genau zehn Jahren. Ein damals 14-Jähriger hatte gestanden, den elf Jahre alten Schüler Jun Hase erwürgt und ihm den Kopf abgetrennt zu haben. Drei Tage später hatte er den Kopf im Morgengrauen vor dem Tor seiner Schule in Kobe aufgestellt. Der zur Tatzeit noch nicht strafmündige Junge war in eine psychiatrische Klinik eingeliefert worden. Der brutale Mord hatte weltweit Entsetzen und Abscheu hervorgerufen.