Vor 20 Jahren starben 270 Menschen beim Flugzeug-Attentat über dem schottischen Lockerbie. Libyen bekannte sich schuldig - Terrorexperten zweifeln jedoch an dieser Version.
Die Zeit, so sagt man, heilt alle Wunden, und 20 Jahre sind eine sehr lange Zeit. Doch die Wunden, die damals in der kleinen schottischen Ortschaft Lockerbie geschlagen wurden, waren so tief, dass man sie nie vergessen wird. "Jetzt ist es schon die zweite Generation, die kommt, um zu sehen, wo ihre Mutter, ihr Vater, ein Verwandter oder ein Freund starben", sagt Marjorie McQueen, einst Augenzeugin des Grauens. "Es sind junge Leute, die damals Säuglinge waren."
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In einer Halle im englischen Farnborough lagert die Unglücksmaschine bis heute. (© Foto: Reuters)
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Damals, das war am 21. Dezember 1988, als die Welt unterzugehen schien über der verschlafenen Ortschaft im Süden Schottlands. Mit einer ohrenbetäubenden Detonation und einem grellen, viele tausend Grad heißen Feuerball war der PanAm-Jumbo "Maid of the Seas" detoniert und auf die kleinen Häuserzeilen herabgestürzt.
Alle 259 Passagiere und Besatzungsmitglieder von Flug 103 von London nach New York kamen ums Leben. Elf Menschen in Lockerbie wurden von herabfallenden Trümmern erschlagen oder verbrannten im Feuersturm. Es war bis zum heutigen Tag der tragischste und folgenschwerste Terroranschlag der britischen Geschichte.
Vor zehn Jahren, zum zehnten Jahrestag der Tragödie, hatte es einen Gedenkgottesdienst in der Westminster Abbey in London gegeben. Die Queen hatte daran teilgenommen, der damalige britische Premierminister Tony Blair und zahlreiche prominente Trauergäste aus Europa und den Vereinigten Staaten. Dieses Mal fielen die Gedenkfeiern auf Wunsch der Hinterbliebenen eindeutig zurückhaltender aus.
Im Dryfesdale-Friedhof von Lockerbie, wo an die Toten mit einem Gedenkstein erinnert wird, wurde ein Kranz niedergelegt. In der Kapelle des Londoner Großflughafens Heathrow, von wo der Unglücks-Jet gestartet war, versammelten sich die Angehörigen zu einer Trauerfeier. Auch am Lockerbie-Memorial auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof von Arlington bei Washington war eine Gedenkfeier geplant.
Etwa 100 Meilen nordwestlich von Lockerbie liegt das Greenock-Gefängnis. Hier sitzt Abdelbaset Ali al-Megrahi, der von einem schottischen Gericht für schuldig befunden wurde, den Anschlag geplant und durchgeführt zu haben. Der Libyer beteuert bis zum heutigen Tag seine Unschuld. Mitte kommenden Jahres beginnt vor dem obersten schottischen Gericht ein Berufungsverfahren.
Ein Antrag auf Haftverschonung aus Gesundheitsgründen wurde erst vor wenigen Wochen abgelehnt. Der 56-jährige Megrahi leidet unter Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium. Einige Ärzte geben ihm eine Lebenserwartung von nicht mehr als einem Jahr, und er will diese Zeit bei seiner Familie in Libyen verbringen.
Zweifel an Libyens Schuldbekenntnis
Es war im Jahr 1999 gewesen, als der libysche Revolutionsführer Muammar el Gaddafi Megrahi und einen zweiten Tatverdächtigen an das Sondertribunal im holländischen Camp Zeist auslieferte. Der zweite Mann, der zum Zeitpunkt der Tat Vertreter der libyschen Fluglinie in Malta gewesen war, wurde freigesprochen. Von Malta aus soll der Sprengsatz an Bord des PanAm-Fluges geschmuggelt worden sein. Megrahi wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.
Im Jahre 2003 bekannte sich Libyen zu der Tat und zahlte den Angehörigen der Opfer insgesamt zwei Milliarden Dollar Entschädigung. Kriminologen und Anti-Terror-Experten haben jedoch Zweifel an dieser Version der Vorgänge geäußert. Sie glauben, dass eigentlich der Iran hinter dem Anschlag stand - und Libyen nur aus politischer Rücksichtnahme die Schuld auf sich nahm.
Dieses Schuldeingeständnis freilich ebnete den Weg Libyens zurück in die Staatengemeinschaft. Jenes Land, dessen Führer Gaddafi von US-Präsident Ronald Reagan als "tollwütiger Hund" bezeichnet worden war, wird von Präsident George Bush mittlerweile als wichtiger Partner im Kampf gegen den internationalen Terrorismus betrachtet. Im September besuchte US-Außenministerin Condoleeza Rice Tripolis. Es war die erste Reise eines amerikanischen Außenministers nach Libyen seit 1953.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
(SZ vom 22.12.2008/che)
Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld
Das sind doch alles alte Kamellen. Solche manipulierten Fälle gibt es doch schon seit hundert Jahren. Beispiele dazu gibt es in der Geschichte der Geheimdienste genug.
Das Problem ist doch ein ganz anderes, indem wir, das Volk, den Regierenden mehr und mehr die Kontrolle überlassen und uns dabei selbst entmündigen.
Jüngstes Beispiel Schäuble, Zypris und Co. mit ihrem " Ermächtigungsgesetz ".
Wir, die Wähler lassen doch Alles zu !
Wo bleibt der Aufschrei, wo bleibt der Protest, wo bleibt die " unabhängige " Presse ?
Fall es die überhaupt noch gibt ? Von den Öffentlich Rechtlichen ganz zu schweigen, denn die sind ja schon zu Regierungs - Sendern verkommen !
Wenn nur 10 % mehr Wahlberechtigte zu den Wahlen gehen würden, dann hätten wir in Deutschland ganz andere politische Verhältnisse !
Aber, wir sitzen doch alle noch ganz bequem hinter dem Ofen, der Schornstein raucht doch noch. Also warum sollen wir uns bewegen ?
Die letztendliche Erkenntnisse werden fürchterliche sein. Aber dann ist es zu spät weil wir dann zu einer manipulierten Masse verkommen sind.
Wie wärs denn mal mit à la Griechenland ?
Titel: "Der Anschlag von Lockerbie - Mythos und Wahrheit". Auch in dieser Dokumentation wird auf Unstimmigkeiten in der Beweisführung gegen Libyen verwiesen. Auch auf versuchte Manipulationen durch die USA. Und das jüngst sogar eine britische Untersuchungskommission im Fall Lockerbie von einem möglichen Justizirrtum gesprochen hätte. Unter anderem wird auch die Möglichkeit erwähnt, dass der Iran hinter dem Anschlag gesteckt haben könnte. Bevor jetzt die US-Jubler vor Begeisterung aufheulen, darf darauf hingewiesen werden, dass der Anschlag die Rache dafür gewesen sein soll, dass die Amis vorher einen Airbus der Iran Air, vollbesetzt mit Pilgern auf dem Weg nach Mekka, abgeschossen hatten. Und darüber(!) gibt es keinen Zweifel!
In dem von Lapidar 68 zitierten Bericht im Deutschlandfunk kam auch der Anwalt von Abdelbaset Ali al-Megrahi zu Wort. Dieser hat gesagt, die Geheimdienste der USA und Großbritanniens hätten absichtlich Beweismaterial zurückgehalten.
Die Sicherheitsbehörden haben in viel mehr Anschlägen die Finger mit im Spiel als in der Öffentlichkeit bekannt ist. Der Anschlag im Kosovo ist nur ein Beispiel, der durch Zufall an die Öffentlichkeit gekommen ist. Selbst wenn die BND Mitarbeiter die Bombe in die EU Verwaltung nicht persönlich gebracht haben, kann man sich durchaus vorstellen, dass diejenigen, die es waren, es mithilfe der Auspähergebnisse der BND Mitarbeiter gemacht haben.
Das läuft in vielen Fällen so: Die Sicherheitsbehörden haben Marionetten, die die Anschläge begehen, dann fordern die Sicherheitspolitiker mehr Eingriffsbefugnisse in die Privatsphäre der Bürger, die Sicherheitsbehörden nutzen diese Eingriffsbefugnisse illegal, weil sie nicht richtig kontrolliert werden können und instruieren mithilfe der durch immer totalere Überwachung gewonnenen Erkenntnisse wieder ihre Marionetten, um noch größere und schlimmere Anschläge zu verüben. Und wieder dreht sich das Politkarusell in der gleichen Weise.
Das ist das doppelte Spiel der Sicherheitsbehörden, mit denen sie die Menschenrechte vernichten wollen.
ein Interview mit einem Rechtsprofessor der Universität Innsbruck, der im Auftrag der Vereinten Nationen den Lockerbie-Prozess beobachtete. Er äußerte starke Zweifel daran, dass, wie vom Gericht unterstellt, die Bombe in Malta an Bord gebracht wurde - was bedeutet, dass der Verurteilte unschuldig ist.
Außerdem sagte er , dass es einen Zeugen, der aber anonym bleiben wolle, gäbe, der in verantworlicher Position an den Aufräumungsarbeiten beteiligt gewesen sei und behauptet, es seien Beweise manipuliert worden.
Auch aus Wikipedia:
"Eine andere Spur, welche allerdings bis jetzt offiziell verworfen wird, führt in den Iran. So könnte der Anschlag die Vergeltung für den Abschuss einer iranischen Passagiermaschine am 3. Juli 1988 durch ein amerikanisches Kriegsschiff gewesen sein (siehe Iran-Air-Flug 655). In diesem Zusammenhang bestätigte der übergelaufene ehemaliger Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstes Abolgashem Mesbahi, dass Iran die treibende Kraft hinter dem Attentat war[21]. Abolgashem Mesbahi wurde jedoch bisher von keinem Gericht zu Lockerbie angehört."
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