Nach einem Sabotageakt in einer Raffinerie sind zehn Millionen Liter Öl in einen Po-Zufluss gelangt. Der Zivilschutz kämpft gegen den schwarzen Teppich, auf dem bereits tote Enten treiben.
Nach einem Sabotageakt in einer norditalienischen Raffinerie bedrohen Millionen Liter Öl den Po. Mit Sperren auf dem Po-Zufluss Lambro südlich von Mailand versuchte der italienische Zivilschutz am Mittwoch, größeren Schaden von der 650 Kilometer langen Wasserader abzuwenden.
Eine ölverschmierte Ente, die 2001 nach einem Tankerunglück vor der dänischen Insel Mön fotografiert wurde. Dasselbe Schicksal hat auch Vögel auf dem Po-Zufluss ereilt. (© Archivfoto: dpa)
Anzeige
Etwa zehn Millionen Liter Öl seien am Vortag aus drei Tanks der Raffinerie Lombarda Petroli di Villasanta bei Monza in den Lambro geleitet worden, berichtete der Corriere della Sera. Das entspreche der Ladung von etwa 670 Tanklastwagen. Andere Medien gingen bisher von einem geringeren Ausmaß aus.
Nach ersten Polizeiangaben steht zweifelsfrei fest, dass das Öl absichtlich durch Öffnen der Ventile in den Po-Nebenfluss geleitet worden sei.
Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Deshalb habe das Unternehmen anfangs nur zögernd Alarm geschlagen, heißt es. Die schwarze Masse sei in einer Kläranlage bei Monza bemerkt worden.
Schaden für Flora und Fauna
Auf dem klebrigen Ölteppich auf der Flussoberfläche treiben bereits tote Enten. Der Schaden unter anderem an Fauna und Flora dürfte in die Millionen gehen, zumal auch die Kläranlage stark beschädigt worden ist, schreibt die Zeitung.
Die Mailänder Präfektur hat einen Krisenstab eingerichtet, um möglichst viel Öl noch mit Sperren südlich der norditalienischen Metropole auffangen zu können. "Das ist ein großes Umweltdesaster, Folge eines kriminellen Aktes, aber auch der schuldhaften Nachlässigkeit seitens des Unternehmens", erklärte der Umweltverantwortliche der Region Lombardei, Massimo Ponzoni.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
- Madeira nach dem Unwetter Trauer auf der Blumeninsel 23.02.2010
- Ölkatastrophe vor Alaska Halbe Milliarde Dollar Strafe für Exxon 16.06.2009
- Australien Die Sonnenscheinküste, ein Ölteppich 16.03.2009
- Frachter-Unglück Ölpest vor Spanien 11.02.2008
- Verheerende Ölpest vor Südkorea Ölschlamm, wo früher Blumen blühten 10.12.2007
- Ölpest im Golf von Mexiko Die Schuld von BP und von Obama 17.05.2010
- Erste Erfolge bei Bekämpfung der Ölpest Hoffnung am Golf 17.05.2010
(dpa/kat/jobr)
Studie von UN-Kinderhilfswerk
Der Schaden unter anderem an Fauna und Flora dürfte in die Millionen gehen,....
^^
Nein den die Natur ist unbezahlbar aber das lernen wir wohl nicht mehr.
-------------------------------------
War es wirklich Sabotage? Nun so einen würde ich im Ölfaß ertrinken lassen. Das wäre eine gerechte Strafe, so das er weis was die armen Tiere spürten.
Repubblica sagt 15.000 l, Corriere della Sera 600.000, der Spiegel auch 600.000 und die Sueddeutsch 10.000.000.
600.000 l
Also?? Die Mengen varieren ja doch etwas.