Bei einem Angriff auf einen Homosexuellen-Treffpunkt in Tel Aviv sind zwei Menschen getötet worden, mindestens acht sind verletzt. Der Täter ist auf der Flucht.
Bei einer Schießerei vor einem vor allem von Schwulen besuchten Nachtclub in Tel Aviv sind am Samstagabend laut israelischen Medienberichten zwei Menschen getötet und mindestens acht verletzt worden, vier von ihnen schwer.
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Vor dem Lokal habe ein schwarzgekleideter Angreifer das Feuer eröffnet, berichtete die Zeitung Jerusalem Post in ihrer Internetausgabe. Ein Einzeltäter schoss demnach auf die Homosexuellen, die vor dem Treffpunkt standen. Der Täter ergriff die Flucht. Die Polizei hat eine Fahndung eingeleitet. Die Polizei ging zunächst von einem kriminellen Hintergrund aus.
Mitglieder der Homosexuellen-Vereinigung, die den Treffpunkt unterhält, gingen von einem gezielten Angriff auf ihre Gemeinschaft aus. Der Treffpunkt liegt in der Nachmani-Straße in Tel Aviv. Die Stadt am Mittelmeer ist für ihre gesellschaftliche Liberalität bekannt.
(dpa/Reuters/AFP/vw)
Der Inhalt dieses Artikels ist dem Mordanschlag, der in Tel Aviv stattgefunden hat, absolut unangemessen.
Bei dem Treffpunkt handelte es sich um ein einen geschützten Ort für junge Menschen, die gerade erst entdecken, dass sie homosexuell sind und nun Hilfe und Unterstützung benötigen, mit dieser Erkenntnis selbstbewußt umzugehen, ein positives Selbstbild zu entwickeln und ihren Angehörigen und Freunden offen gegenübertreten, kurz es handelte sich um ein Coming-Out-Treff.
Jeder, der einigermaßen mit der Materie vertraut ist, wird Ihnen bestätigen, dass dies eine sehr sensible Phase ist, in der ein junger Mann oder eine junge Frau jede Unterstützung benötigt. Ein Mordanschlag gerade auf ein Coming-Out Treffen kann wohl ohne große Mühe als ein Hate-Crime bezeichnet werden.
Mein tiefes Mitgefühl gilt den ermordeten jungen Menschen, deren Angehörigen und Freunden und ich hoffe, dass die anderen Schwerverletzten diesen Anschlag überleben und im Kreise ihrer Freunde und Angehörigen den Rückhalt finden, den sie jetzt so dringend benötigen.
Ihre Berichterstattung über diesen Mordanschlag in Form dieses Artikels ist ein Schlag ins Gesicht für jede junge Lesbe und für jeden jungen Schwulen. Vielleicht denken Sie einmal vorher darüber nach, bevor Sie Agenturmeldungen übernehmen.