Eine 18-Jährige ist vom eigenen Vater in Südafrika über Wochen vergewaltigt worden. Die junge Frau hatte ihren Vater über das Internet ausfindig gemacht.

Eine 18-Jährige aus Heidelberg ist nach Medienberichten von ihrem eigenen Vater in Südafrika knapp zwei Monate lang als Sex-Sklavin gehalten worden. Das Mädchen hatte ihren biologischen Vater im Internet ausfindig gemacht und Kontakt mit ihm aufgenommen. Im Februar traf sie ihn dann in Kapstadt, berichtete der südafrikanische Rundfunk.

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Eine 18-jährige Deutsche ist in Südafrika vom eigenen Vater als Sex-Sklavin gehalten worden. (© Foto: dpa)

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Der 53-Jährige habe sie mit einem Messer bedroht, als sie sich seinen Zudringlichkeiten widersetzte und sie mehrfach pro Nacht vergewaltigt. Sie habe nicht gewagt zu fliehen, weil sie weder die Stadt kannte noch dort Vertraute hatte, schrieb die Zeitung Rapport.

Öffentlich wurde der Fall danach durch einen Brief, den die junge Frau Freunden des Vaters schrieb. Der Mann muss sich nun wegen Inzests, Vergewaltigung und Belästigung vor Gericht verantworten. Er wurde gegen Zahlung einer Kaution von nur 1000 Rand (91 Euro) auf freien Fuß gesetzt, muss sich aber täglich bei einer Polizeiwache melden.

Der Rape Crisis Cape Town Trust warnte unterdessen vor dieser Art von Familienzusammenführungen in Südafrika. Die Chefin der Einrichtung, Kathleen Dey, berichtete von einem ähnlichen Fall in jüngster Vergangenheit. Demnach soll ein 14 Jahre altes Mädchen von ihrem biologischen Vater vergewaltigt worden sein, den sie ebenfalls gerade erst ausfindig gemacht hatte. "Sie reiste zu ihm, ein paar Stunden von Kapstadt entfernt und blieb elf Tage beim Vater und dessen neuer Familie." Jede Nacht, wenn die Familie schlief, habe der Vater die Tochter vergewaltigt. Erst, als das Mädchen wieder nach Hause fuhr, habe sie der Mutter davon erzählt.

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(sueddeutsche.de/dpa/vw/liv)