Ein Inzest-Fall schockt Kolumbien: Insgesamt 14 Mal soll ein Mann seine Tochter geschwängert haben - die Frau vertraute sich der Polizei an, nachdem sie vom Fall Fritzl gehört hatte.
Erst Amstetten, dann Turin und jetzt Mariquita: In der kolumbianischen Kleinstadt ist ein schrecklicher Inzestfall bekannt geworden. Fast 30 Jahre lang soll dort ein Mann seine Tochter missbraucht und mit ihr acht Kinder gezeugt haben. Nach Behördenangaben wurde der 58-jährige Witwer festgenommen.
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Er soll seine Tochter fast 30 Jahre lang missbraucht worden: Der Kolumbianer bei seiner Festnahme. (© Foto: Reuters)
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Der Mann wurde festgenommen, nachdem ihn seine heute 35 Jahre alte Tochter angezeigt hatte. Wie die Polizei mitteilte, sei sie zum ersten Mal im Alter von neun Jahren schwanger geworden. Einige ihrer Kinder seien von dem Vater ebenfalls missbraucht worden.
Die Frau war nach eigenen Angaben 14 Mal schwanger, aber nur acht Kinder kamen lebend zur Welt. Nach Medienberichten entschloss sich die Kolumbianerin zur Anzeige, als sie im Fernsehen von dem Fall des Österreichers Josef Fritzl gehört hatte, der seine Tochter 24 Jahre eingesperrt und mit ihr sieben Kinder gezeugt hatte. "Da hat sie gemerkt, dass das, was der Vater mit ihr machte, nicht normal war", sagte ein Familienmitglied zu Reportern.
Ein Pfarrer hatte zuvor erfahren, was in der Familie geschah. Er habe die Frau ermuntert, Anzeige zu erstatten: Doch immer noch habe sie in ihrem Peiniger ihren Vater gesehen, hieß es.
Der 58-Jährige indes wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die 35-Jährige sei nicht seine biologische Tochter. "Ich habe sie adoptiert", sagte der Mann am Wochenende vor Gericht. "Wir haben eine romantische Beziehung begonnen, weil wir uns beide wirklich geliebt haben. Aber sie ist nicht mein eigenes Kind."
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(dpa/Reuters/hai)
Ein Gentest (mit sauberen Wattestäbchen) und fertig. Davon wird der im tiefen Kolumbien natürlich noch nie was gehört haben und meint deshalb, mit klugen Sprüchen die Polizei veräppeln zu können.