Internationale Helfer versuchen, den Menschen in Birma zu helfen. Die Organisation "World Vision" ist in Rangun und in ländlichen Gebieten mit 580 Mitarbeiter präsent. Medienreferentin Iris Manner berichtet über erste Hilfsaktionen.

SZ: Was sind die größten Probleme, mit denen die Menschen in Birma und auch Ihre Helfer zu kämpfen haben?

Ein Sattelitenbild von der Überschwemmung, helfende Soldaten aus Thailand und verzeifelte Menschen in Birma. (© Fotos: dpa)

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Manner: Es gibt überhaupt keine Wasserversorgung in weiten Teilen des Landes, keine Brunnen, und das Grundwasser ist salzig. Normalerweise wird das Wasser mit Karren geliefert, was nach der Überschwemmung unmöglich ist.

SZ: Haben Sie Kontakt zu Helfern?

Manner: Auch das ist ein Problem, wir können kaum mit den eigenen Leuten kommunizieren. Die schlagen sich gerade durch, um zu sehen, wo und woran es fehlt. Dennoch: Wir können nicht angemessen reagieren, wenn nicht bald die Straßen geräumt werden und zusätzliche Helfer ins Land kommen dürfen.

SZ: Können Sie von Ihren Einrichtungen aus, mit Ihrer Logistik helfen?

Manner: Unsere Leute haben sofort nach dem Zyklon angefangen, Reis aus unseren Lagern zu verteilen, mit Werkzeugen zu helfen, Straßen zu räumen, Menschen zu besuchen, die jetzt in Schulen untergekommen sind. Wir haben zudem ein internationales Spezialistenteam für Katastrophen - leider durften die Einsatzkräfte bisher nicht einreisen.

SZ: Wie sieht der Kontakt zu anderen Hilfsorganisationen aus?

Manner: Wir arbeiten zusammen. Kurz vor dem Zyklon gab es ein Koordinierungstreffen, wir waren über die mögliche Katastrophe unterrichtet - und haben versucht, unsere Projektregionen zu warnen. Unser Hauptbüro in Rangun ist dann auch schwer beschädigt worden. Momentan fehlt eine zentrale Leitung durch die Vereinten Nationen.

SZ: Ihre Organisation kümmert sich um birmesische Kinder. Sind die besonders von der Katastrophe betroffen?

Manner: Kinder reagieren sensibler auf Mangel, sie trocknen schneller aus als Erwachsene. In einigen Gebieten waren vor dem Wirbelsturm 30 bis 40 Prozent der Kinder unterernährt. Und die bekommen seit Tagen viel zu wenig zu trinken und zu essen - sie sind anfällig für Krankheiten. Das Schlimme ist, dass momentan auf vielen Feldern auch nichts angebaut werden kann. So wird auf längere Zeit im Land Mangel herrschen.

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(SZ vom 7.5.2008/jüsc)