Ihm steht selbst das Wasser bis zum Hals, nun zeigt der insolvente Unternehmer Franjo Pooth einen ehemaligen Mitarbeiter an.
Franjo Pooth hat Strafanzeige gegen zwei seiner ehemaligen Mitarbeiter erstattet. Ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft bestätigte am Montag entsprechende Informationen des Nachrichtenmagazins Focus.
Ein Unbekannter soll versucht haben, Pooth um 500.000 Euro zu erpressen. (© Foto: ddp)
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Die beiden einstigen Maxfield-Angestellten sollen Akten aus dem Unternehmen gestohlen und für 20.000 Euro einer Boulevard-Zeitung verkauft haben. Außerdem habe ein Unbekannter versucht, Pooth um 500.000 Euro zu erpressen. Auch in diesem Fall habe der Mann von TV-Star Verona Pooth Strafanzeige erstattet.
Die Düsseldorfer Sparkasse sei in der Pooth-Affäre ebenfalls Opfer eines Erpressungsversuchs geworden. Als angeblicher Vertreter einer US-Investorengruppe soll sich ein 57-Jähriger vertrauliche Firmen-Dokumente von Pooth erschwindelt haben. Damit habe er dann die Sparkasse als Hauptkreditgeber von Maxfield erpresst und 150.000 Euro Schweigegeld gefordert.
19 Millionen auf dem Schuldenkonto
Andernfalls, so die Drohung, werde er öffentlich machen, dass die Sparkasse Maxfield noch Kredite bewilligt habe, als die Firma schon pleite gewesen sei. Die Sparkasse habe aber umgehend die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, sagte der Behördensprecher.
Gegen Franjo Pooth wird wegen Bestechung und Insolvenzverschleppung ermittelt. Pooths Unternehmen Maxfield hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Nach Auskunft des Insolvenzverwalters belaufen sich die Schulden des Unternehmens auf 19 Millionen Euro.
Die Gläubiger können nur mit einem kleinen Bruchteil ihrer Ansprüche rechnen.
Pooth soll sich mit teuren Geschenken an Sparkassen-Vorstände hohe Kredite für sein Unternehmen erschlichen haben. Der Chef der Düsseldorfer Sparkasse und ein weiterer Vorstand waren deswegen fristlos entlassen worden. Außerdem hat Pooth beim Düsseldorfer Finanzamt Selbstanzeige erstattet, vermutlich, um einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung zu entgehen.
Wenige Monate vor dem Insolvenzantrag soll Pooth zudem ein auf drei Millionen Euro taxiertes Privatgrundstück nahe des Rheinufers an seine Frau Verona übertragen haben.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
(dpa/mmk)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
... Franjo Pooth hat Rechte, genauso wie jeder andere Bürger Deutschlands. Recht kann nicht nach Gutsherrenart gegeben und genommen werden. Wenn es nach der Schadenshöhe geht, müßten viele Vorstandsmitglieder und viele Aufsiichtsratsmitglieder angeklagt und verurteilt werden. Am Kabinettstisch einer Bayerischen Staatsregierung, die bei der Bayerischen Landesbank keine gute Figur abgegeben hat, oder der Bundesregierung, die bei der KfW und mittelbar bei der IKB als Aufsichtsratsmitglied eher durch Anwesenheit als durch Kompetenz geglänzt hat, würden große Lücken entstehen.
Erfreuen wir uns doch an dieser Frühlingsposse, damit die Zeitung mit Nichtigkeiten gefüllt wird. Die Bundespräsidentenwahl bietet sicher den nächsten Medienklamauk. Wichtige Themen, noch dazu ordentlich recherchiert sind in dieser Zeitung immer seltener zu finden.
Die Großen machen es vor, die Kleinen machen es nach.
Dieser Herr kann später seinem Sohn mal erzählen, Junge sieh an, mit nichts angefangen und heute 19 Millionen Schulden.
schnief. haben sie schon ne spendenkonto-nummer parat ?
Das kommt mir zu kurz!
Mir tut der Kerl allmählich leid- eingezwängt zwischen einem Finanzbetrüger, seinem Vater, seiner Ehefrau, Finanzamt und Staatsanwalt. Und niemandem gewachsen?
Paging