Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt gegen den Pleitier Pooth wegen des Verdachts der Bestechung und Insolvenzverschleppung.
Gegen Franjo Pooth, Ehemann des Werbestars Verona Pooth, wird wegen des Verdachts der Bestechung und der Insolvenzverschleppung ermittelt. Das Verfahren sei am Donnerstag eröffnet worden, sagte der Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, Johannes Mocken. Pooth soll sich mit kostspieligen Geschenken an Bank- Manager einen Millionenkredit für seine inzwischen insolvente Firma Maxfield erschlichen haben.
Franjo Pooths Pleite löste in Düsseldorf eine Sparkassen-Krise aus. (© Foto:)
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Insgesamt wird laut Staatsanwaltschaft in dem Komplex gegen fünf Beschuldigte ermittelt, darunter der Düsseldorfer Sparkassen-Chef Heinz-Martin Humme.
"Wir sind froh, dass die Staatsanwaltschaft jetzt ermittelt. Dann wird sich das Ganze bestimmt sehr schnell aufklären", sagte Alain Midzic, Manager von Verona Pooth und Freund der Familie. Er könne sich "nicht vorstellen, dass ein Sparkassen-Vorstand mit einem Fernseher dazu bewegt werden kann, eine 15-Millionen-Investition zu tätigen", fügte Midzic hinzu. Pooths Unternehmen Maxfield soll Vorständen der Düsseldorfer Stadtsparkasse Elektrogeräte im Wert von tausenden Euro "geschenkt" haben.
Sparkassen-Chef Humme wies am Donnerstagabend, den Vorwurf zurück, einen Fernseher von Maxfield finanziert bekommen zu haben. Pooth habe ihm einen Flachbildschirm aus Messeeinsätzen zu einem günstigen Preis angeboten. Das am 10. Dezember 2006 zur Ansicht übergebene Gerät sei jedoch zu groß gewesen. "Zum anderen wollte ich jeden nicht vertretbaren Preisnachlass wegen der Kundenbeziehung zu Maxfield vermeiden", so Humme. Wenig später habe er daher um Abholung des Gerätes gebeten, was auch geschah. Er selbst habe dann noch im Dezember selbst einen Flachbildschirm in einem Düsseldorfer Geschäft erworben und selbst bezahlt. Dies belegten Dokumente, die er der Staatsanwaltschaft und den Gremien des Hauses übergeben habe.
Pooths Anwalt sagte, Franjo könne sich zu den Vorwürfen nicht äußern, da es sich um ein schwebendes Verfahren handele - "und Verona liegt krank im Bett". Verona Pooth hatte sich am Mittwoch in der Sendung von Johannes B. Kerner zu den Vorwürfen gegen ihren Mann äußern wollen, aber kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.
Pooth hatte beim Düsseldorfer Amtsgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Unternehmen, das vor allem MP3-Spieler verkauft hat, soll bis zu 14 Millionen Euro Schulden haben. Bei der Sparkasse soll das Unternehmen mit mehr als neun Millionen Euro in der Kreide stehen. Diese Summe wurde mit Hinweis auf das Bankgeheimnis bislang nicht bestätigt.
Die Pleite des Unternehmens hatte in Düsseldorf eine Sparkassen- Affäre ausgelöst, die inzwischen auch von der Bankenaufsicht in Bonn aufmerksam verfolgt wird.
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(dpa/beu)
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