Indonesien Riesenglück und Riesenechse

Der Stoff für einen Horrorfilm: Fünf abgetriebene Taucher überleben auf einer einsamen Insel. Sie ernährten sich von Muscheln und mussten sich gegen eine Riesenechse wehren.

Fünf vermisste Taucher aus Europa sind nach zwei Tagen Suche auf einer einsamen Insel in Indonesien gefunden worden. Die Taucher aus Großbritannien, Frankreich und Schweden ernährten sich von Muscheln und mussten sich einer Riesenechse erwehren, berichteten sie lokalen Medien nach der Rettung.

Gerettete Taucher; AP

Gerettet: Taucherin Kathleen Mitchinson umarmt einen Begleiter.

(Foto: Foto: AP)

Der Ehemann der Tauchleiterin Kathleen Mitchinson hatte Suchtrupps alarmiert, die die Gruppe am Samstag entdeckten. Alle fünf waren ausgetrocknet, aber ansonsten in guter Verfassung.

Die Europäer waren am Donnerstag nach einem Tauchgang im Komodo-Nationalpark im Osten Indonesiens durch starke Strömungen abgetrieben worden. Sie drifteten nach eigenen Schätzungen mehr als 25 Kilometer auf dem Meer. Sie banden sich fest aneinander, als sie merkten, dass sie gegen die Strömung nicht ankamen.

Irgendwann entdeckte einer von ihnen die kleine Insel Rinca, und die fünf brachten noch einmal alle Kraft auf, um den Strand zu erreichen. Nachdem sie erschöpft die Insel erreicht hatten, näherte sich ihnen ein Komodo-Waran - eine der Riesenechsen, die bis zu drei Meter lang werden können. Sie greifen auch Menschen an. Die Gruppe warf mit Steinen, um das Tier auf Distanz zu halten.

"Es war eine schreckliche Erfahrung", sagte der Bruder einer der Geretteten, Richard Allin, der BBC in Großbritannien. "Meine Schwester ist völlig fertig, aber froh, dass alles vorbei ist."

In dem Gebiet treffen der Indische und der Pazifische Ozean aufeinander. Die Gewässer gelten wegen der unberechenbaren Strömungen als sehr gefährlich und sind nur für erfahrene Taucher geeignet. Die Tauchleiterin kannte die Gegend aber seit Jahren.